BIBERACH — „In Dankbar­keit“, so steht es auf der Kranz­schlei­fe, legen die Biber­acher Bundes­tags­ab­ge­ord­ne­ten Josef Rief und Martin Gerster einen Kranz am Grab von Matthi­as Erzber­ger auf dem Katho­li­schen Fried­hof in Biber­ach nieder. Damit ehren die Parla­men­ta­ri­er den bedeu­ten­den Reichs­tags­ab­ge­ord­ne­ten und Finanz­mi­nis­ter, der vor 100 Jahren durch Rechts­ex­tre­me ermor­det wurde. Bereits vorher war schon einmal ein Atten­tat auf ihn verübt worden.

Matthi­as Erzber­ger war 1903 als jüngs­ter Abgeord­ne­ter mit 28 Jahren in den Reichs­tag einge­zo­gen und vertrat den Wahlkreis Biber­ach, Leutkirch, Waldsee, Wangen.

Nach der Kranz­nie­der­le­gung fand ein Ökume­ni­scher Gottes­dienst in der Stadt­pfarr­kir­che St. Martin statt.