Lufthan­sa kommt mit der Erstat­tung für Flüge, die in der Corona-Krise storniert worden sind nur langsam voran. Viele Kunden müssen sich gedul­den.

Das teilver­staat­lich­te Unter­neh­men ist nach eigenen Angaben aber bei der Abwick­lung in den vergan­ge­nen Wochen voran­ge­kom­men und hat im laufen­den Jahr 2,3 Milli­ar­den Euro an 5,4 Millio­nen Kunden ausge­zahlt.

Aus der ersten Jahres­hälf­te seien noch rund 8 Prozent der Fälle nicht erledigt, teilte das Unter­neh­men in Frank­furt mit. Sie sollen bis Ende August abgear­bei­tet sein. Die Masse der offenen Verfah­ren bezieht sich damit auf jünge­re Stornie­run­gen.

Nach EU-Recht sind Flugge­sell­schaf­ten bei von ihnen veran­lass­ten Stornie­run­gen zur Rückzah­lung des Ticket­prei­ses inner­halb von sieben Tagen verpflich­tet.

Nach dem Zusam­men­bruch des Luftver­kehrs im März hatte Lufthan­sa automa­ti­sche Erstat­tungs­pro­zes­se abgestellt und auf Einzel­fall­prü­fun­gen bestan­den. Wie andere Gesell­schaf­ten auch versuch­te sie zudem, die Kunden mit Gutschei­nen zu befrie­di­gen. Das Vorge­hen löste schar­fe Kritik von Verbrau­cher­schüt­zern und Anzei­gen bei den Luftauf­sichts­be­hör­den aus.