RAVENSBURG — Die 62-jähri­ge Frau, die am Diens­tag­abend am Bahnhof Ravens­burg tot aufge­fun­den worden war, ist offen­bar Opfer eines Raubmords geworden. 

Am Mittwoch hatte sich im Laufe der Ermitt­lun­gen nach Auswer­tung von Video­über­wa­chungs­auf­nah­men im Bereich des Bahnhofs und durch den Hinweis eines Jugend­sach­be­ar­bei­ters der Polizei der Tatver­dacht gegen eine 15-jähri­ge Jugend­li­che aus dem Landkreis Ravens­burg erhärtet.

Das Mädchen wurde von Polizei­kräf­ten am gestri­gen Nachmit­tag vorläu­fig festge­nom­men. Die Jugend­li­che hatte es offen­sicht­lich auf die Handta­sche ihres Opfers, das zu diesem Zeitpunkt von der Arbeit nach Hause unter­wegs war, abgese­hen und im Rahmen der Tataus­füh­rung ein Messer benutzt. Trotz der sofort einge­lei­te­ten Reani­ma­ti­ons­maß­nah­men durch Polizei­be­am­te verstarb das Opfer an schwe­ren Verlet­zun­gen im Halsbe­reich inner­halb kurzer Zeit. Die Obduk­ti­on wurde heute Vormit­tag bei der Rechts­me­di­zin Ulm durchgeführt.

Die Tatver­däch­ti­ge ist bereits mehrfach polizei­lich in Erschei­nung getre­ten und hatte erst jüngst eine Haftstra­fe u.a. wegen Raubes verbüßt. Die Jugend­li­che wird im Laufe des Nachmit­tags einem Haftrich­ter vorgeführt.

In diesem Zusam­men­hang bittet die Krimi­nal­po­li­zei weiter­hin die Bevöl­ke­rung um Hilfe. Noch immer fehlt die Oberbe­klei­dung der Tatver­däch­ti­gen, die sie zur Tatzeit getra­gen hat. Auf der Strecke zwischen Bahnhof Ravens­burg und Löwen­platz Weingar­ten hat sich die Jugend­li­che eines dunklen Nike-Kapuzen­pull­overs mit hellen Strei­fen an den Ärmeln entle­digt. Sachdien­li­che Hinwei­se zu dem Kleidungs­stück nimmt die Krimi­nal­po­li­zei Fried­richs­ha­fen unter Tel. 07541/701–0 entgegen.