Tettnang — Die kleine Paula Sophie Bergmann fühlt sich in Papas Armen so wohl, dass sie an ihrem zweiten Lebens­tag fried­lich schlum­mernd alles mitmacht, was der Vormit­tag bringt. Dr. Birte Fink-Oldach, Oberärz­tin der Klinik für Gynäko­lo­gie und Geburts­hil­fe, und Hebam­me Maria Schaut kommen nämlich, um zu gratu­lie­ren und einen beson­de­ren Rekord zu feiern: Paula Sophie ist nämlich das 600. Baby, das in diesem Jahr das Licht der Welt erblick­te im Tettnan­ger Kreiß­saal.

So früh wie nie zuvor passier­te das geburts­hilf­li­che Team in diesem Jahr die 600er-Mark und „fast hätten wir es noch im August geschafft“, schmun­zelt Dr. Birte Fink-Oldach. Zum Vergleich: 2015 war der Geburts­tag des 600. Babys am 28. Dezem­ber und vor zwei Jahren am 12. Dezem­ber. Die Vermu­tung, dass 2020 aus Sicht der Geburts­hel­fer mit einem Rekord endet, liegt nahe. Schließ­lich war der August auch in der MCB-Klinik Tettnang ein sehr gebur­ten­star­ker Monat: 95 kleine Mädchen und Jungen erblick­ten das Licht der Welt.

Doch zurück zur kleinen Paula Sophie, die bei ihrer Geburt 50 Zenti­me­ter lang war und 2925 Gramm wog und per Kaiser­schnit­te auf die Welt geholt werden musste. „Für das Kindes­wohl was es richtig, auch wenn wir es uns anders gewünscht haben“, sagt ihre Mama.

Die ist das erste Kind von Mama Elena Bergmann und Papa Patrick Derrer aus Ravens­burg, die auf die Frage nach der weite­ren Famili­en­pla­nung mit „mal gucken“ antwor­ten. Seit fünf Jahren lebt das Paar in Ravens­burg, seit zehn Jahren in der Region Boden­see-Oberschwa­ben.

Elena Bergmann erinnert sich, dass sie der Corona-Lockdown zu Beginn der Schwan­ger­schaft belas­tet habe – der werden­de Papa konnte nicht mit zu den Ultra­schall­un­ter­su­chun­gen und die allge­mei­ne Unwis­sen­heit zum Virus sind nur zwei Erinne­rungs­bruch­stü­cke. Im Laufe der Schwan­ger­schaft, sagt die Einkäu­fe­rin bei einer Ravens­bur­ger Firma, haben die Corona-beding­te Entschleu­ni­gung und die Reduzie­rung auf wenige Termi­ne zu einer „sehr entspann­te Schwan­ger­schaft“ geführt. Ihr Entschluss, in der Klinik Tettnang zu entbin­den, hat damit zu tun, dass Elena Bergmann Patien­tin im dorti­gen zerti­fi­zier­ten Diabe­tes­zen­trum ist. Sie kannte das Haus bereits und empfand die Atmosphä­re als angenehm. Dass dies nun auch in der Klinik für Gynäko­lo­gie und Geburts­hil­fe so ist, bestä­tigt die Entschei­dung der kleinen Familie.