RAVENSBURG (dpa/lsw) — Er soll eine 85-Jähri­ge einen Abhang hinun­ter­ge­sto­ßen, verge­wal­tigt und lebens­ge­fähr­lich verletzt zurück­ge­las­sen haben. Vor dem Urteil gegen einen 31-Jähri­gen stell­te sich vor allem die Frage: Welche Rolle spiel­te seine psychi­sche Erkran­kung bei der Tat?

Die 85-Jähri­ge war nach ihrer morgend­li­chen Spazier­run­de schon fast wieder zu Hause, als der junge Mann sie unver­mu­tet angriff. Durch ein dichtes Gebüsch stieß er die Senio­rin im oberschwä­bi­schen Weingar­ten an einem Samstag im August 2021 einen Abhang hinab, schlug sie bewusst­los, verge­wal­tig­te sie und ließ sie dann mit lebens­ge­fähr­li­chen Verlet­zun­gen liegen. Nur weil eine Passan­tin später ihre Hilfe­ru­fe hörte, überleb­te die 85-Jährige.

Ein 31-Jähri­ger ist deshalb am Freitag am Landge­richt Ravens