ANSBACH/BERLIN (dpa) — Ein Mann greift im bayeri­schen Ansbach Menschen mit einem Messer an und wird von der Polizei erschos­sen. Bei der Tat soll er «Allahu Akbar» gerufen haben — ein islamis­ti­scher Hinter­grund wird geprüft.

Nach einem Angriff auf mehre­re Passan­ten mit zwei Verletz­ten ist ein Mann in der Nähe des Bahnhofs in Ansbach von der Polizei nieder­ge­schos­sen und dabei tödlich verletzt worden. Der mutmaß­li­che Täter habe «Allahu Akbar» («Gott ist groß») gerufen, sagte ein Polizei­spre­cher. Ob ein terro­ris­ti­scher oder islamis­ti­scher Hinter­grund vorlie­ge, könne man aber noch nicht bestä­ti­gen. «Es wird aber inten­siv geprüft.» Darüber hatte «Bild» zuvor berichtet.

Am Donners­tag gegen 18 Uhr habe es einen polizei­li­chen Schuss­waf­fen­ge­brauch gegeben, sagte ein Polizei­spre­cher. Hierdurch wurde der mutmaß­li­che Angrei­fer nach Angaben der Polizei so schwer verletzt, dass er trotz umgehend einge­lei­te­ter Reani­ma­ti­ons­maß­nah­men noch vor Ort starb.

«Wir wissen, wer er ist»

Bei dem mutmaß­li­chen Täter hande­le es sich um einen 30 Jahre alten Mann. Genaue­re Details wolle man aus ermitt­lungs­tak­ti­schen Gründen noch nicht nennen, sagte der Sprecher. «Aber wir wissen, wer er ist.» Zurzeit laufen demnach Ermitt­lun­gen und Durch­su­chun­gen im Umfeld des Mannes.

Der Mann hatte laut Polizei südlich des Bahnhofs mehre­re Passan­ten angegrif­fen und mindes­tens zwei Menschen mit einem Messer verletzt. Es sei derzeit nicht auszu­schlie­ßen, dass der 30-Jähri­ge die Passan­ten wahllos angegrif­fen habe. Mehre­ren alarmier­ten Strei­fen­be­sat­zun­gen gelang es nach Angaben der Polizei, den Mann zu stellen. Als er die Beamten angegrif­fen habe, sei es zum polizei­li­chen Schuss­waf­fen­ge­brauch gekommen.

Die beiden verletz­ten Passan­ten befan­den sich nach Angaben der Polizei nicht in Lebens­ge­fahr. Die Polizei­be­am­ten blieben unverletzt.

Der Tatort war am Donners­tag­abend für Spuren­si­che­rungs­maß­nah­men abgesperrt. Die Polizei rief Zeugen des Gesche­hens dazu auf, sich zu melden.