LINDAU  Am 17. Septem­ber ist Welttag der Patien­ten­si­cher­heit. Die Sicher­heit des Patien­ten steht dabei auch in der Askle­pi­os Klinik Lindau nicht erst seit Beginn der Corona­Pan­de­mie an erster Stelle. „We Care. Patien­ten­si­cher­heit rund um die Uhr.“ Unter diesem Motto hat die Klinik verbind­li­che Standards von der Aufnah­me bis zur Entlas­sung erfolg­reich etabliert.

„Bei aller notwen­di­gen Aufmerk­sam­keit, die aktuell auf dem Thema Corona liegt, lassen wir auch andere Aspek­te rund um das Thema „Patien­ten­si­cher­heit“ nicht außer Acht“, betont Dr. med. Fabian Heuser, Ärztli­cher Direk­tor der Askle­pi­os Klinik Lindau. Denn ein Kranken­haus­auf­ent­halt ist für die meisten Patien­ten keine alltäg­li­che Situa­ti­on und immer mit Ängsten verbun­den. „Wir möchten den Patien­ten den Aufent­halt daher so angenehm wie möglich gestal­ten. Mit vielen Maßnah­men setzen wir uns im Rahmen des „Askle­pi­os Programm Patien­ten­si­cher­heit“ dafür ein, dass sie sich bei uns gut und sicher aufge­ho­ben fühlen“, so Dr. Heuser weiter. Den Welttag der Patien­ten­si­cher­heit, eine Initia­ti­ve des Aktions­bünd­nis Patien­ten­si­cher­heit e.V. (APS) und der Weltge­sund­heits­or­ga­ni­sa­ti­on (WHO), nimmt die Klinik daher gern zum Anlass, um im Rahmen einer Presse­mit­tei­lung über die verschie­de­nen Maßnah­men zu infor­mie­ren. „Wir klären die Patien­ten ausführ­lich über die geplan­te Behand­lung auf. Um alles im Anschluss nochmals nachle­sen zu können, händi­gen wir ihnen zudem eine Kopie des Aufklä­rungs­bo­gens aus“, so Heuser. Zu Beginn ihres Aufent­hal­tes erhal­ten die Patien­ten ein Armband. Es dient der Kontrol­le ihrer Identi­tät bei allen Behand­lungs­schrit­ten und hilft, Verwechs­lun­gen  beispiels­wei­se bei Opera­tio­nen oder der Verab­rei­chung von Medika­men­ten  zu vermei­den. Die Bänder sind hygie­nisch unbedenk­lich und sollen daher während des gesam­ten Aufent­hal­tes getra­gen werden.

Keine OP ohne Sicher­heits­check

Um die Sicher­heit im Klinik­all­tag konti­nu­ier­lich zu steigern, setzen alle Askle­pi­os Klini­ken bei Opera­tio­nen eine Sicher­heits-Check­lis­te ein und folgen dabei den Empfeh­lun­gen der WHO. Damit werden vom OP-Team alle sicher­heits­re­le­van­ten Aspek­te wie zum Beispiel die Markie­rung des zu operie­ren­den Berei­ches geprüft. Die wichtigs­ten Aspek­te werden in drei Phasen einge­teilt und im Rahmen einer Check­lis­te abgefragt: „Einlei­tung der Narko­se“, „OP-Beginn“ und „OP-Ende“. „Durch diesen standar­di­sier­ten Check vor einer Opera­ti­on lässt sich wie beim Check vor dem Start eines Flugzeu­ges das Risiko von Kompli­ka­tio­nen bei Eingrif­fen minimie­ren“, erläu­tert Dr. Heuser. Geht es darum, die Verbrei­tung von Keimen und damit die Ausbrei­tung von Infek­tio­nen zu verhin­dern, setzt Askle­pi­os auf stren­ge Hygie­ne­stan­dards. Unsere Mitar­bei­ter, insbe­son­de­re natür­lich medizi­ni­sches Perso­nal mit direk­tem Kontakt zum Patien­ten, werden regel­mä­ßig und umfas­send geschult“, so der Ärztli­che Direk­tor weiter. Die wichtigs­te und effek­tivs­te Maßnah­me ist dabei die Hände­des­in­fek­ti­on vor dem Kontakt mit dem Patien­ten oder vor Beginn der Unter­su­chung. Aber auch Angehö­ri­ge und Besucher sollten sich beim Betre­ten und Verlas­sen des Kranken­hau­ses, sowie des Patien­ten­zim­mers die Hände desin­fi­zie­ren.

Unter dem Namen CIRS“ (Criti­cal Incident Repor­ting System) hat Askle­pi­os ein klinik­über­grei­fen­de Fehler­mel­de­sys­tem etabliert, welches schon 2015 mit dem „Deutschen Preis für Patien­ten­si­cher­heit“ ausge­zeich­net wurde. Ziel ist es, unerwünsch­te Ereig­nis­se und Beina­he-Schäden frühzei­tig zu erken­nen und daraus Maßnah­men zu deren künfti­ger Vermei­dung abzulei­ten.

Bemerkt ein Mitar­bei­ter eine Situa­ti­on, die beina­he zu einem Fehler geführt hätte, kann er diese anonym über das CIRS-System melden. Die Situa­ti­on wird dann im Rahmen einer festen Arbeits­grup­pe (AG-Risiko) thema­ti­siert, analy­siert und fachüber­grei­fend kommu­ni­ziert, um sicher­zu­stel­len, dass sich eine solche poten­ti­el­le Gefah­ren­si­tua­ti­on nicht wieder­holt.

Weiter gut auf die Versor­gung von COVID-Patien­ten vorbe­rei­tet

Ungeach­tet der schritt­wei­sen Rückkehr zum Normal­be­trieb ist die Askle­pi­os Klinik Lindau auch weiter­hin gut auf die Versor­gung von COVID19-Patien­ten vorbe­rei­tet. Es müssen bisher nur verein­zel­te COVID19 Patien­ten versorgt werden. Für einen mögli­chen Wieder­an­stieg von Corona-Fällen ist man gewapp­net. Entspre­chen­de Kapazi­tä­ten für die Versor­gung von Corona-Patien­ten stehen auch weiter­hin ausrei­chend zur Verfü­gung. Die Behand­lung erfolgt auf einer eigens dafür abgetrenn­ten Stati­on und einem definier­ten Bereich der Inten­siv­sta­ti­on und mit der entspre­chen­den vom RKI definier­ten Schutz­aus­rüs­tung. Die Berei­che können im Bedarfs­fall erwei­tert werden. Durch eine strik­te Trennung der Berei­che und Zimmer-Isolie­rung besteht kein erhöh­tes Anste­ckungs­ri­si­ko für andere Patien­ten.