MOSKAU/KIEW/BRÜSSEL (dpa) — Russland droht, annek­tier­te ukrai­ni­sche Terri­to­ri­en «mit allen Mitteln» zu vertei­di­gen. Biden warnt vor der Gefahr eines «Armag­ged­dons» und Selen­skyj spricht gar von Präven­tiv­schlä­gen. Wie groß ist die Gefahr?

Angesichts der zuneh­mend unkla­ren Lage auf den Schlacht­fel­dern in der Ukrai­ne werden die Töne in mehre­ren Haupt­städ­ten schril­ler. Die Möglich­keit eines Atomschlags wird wieder ernst­haft disku­tiert. Der ukrai­ni­sche Präsi­dent Wolodym­yr Selen­skyj forder­te, einen russi­schen Atomwaf­fen­ein­satz unmög­lich zu machen. Die von ihm dabei erwähn­ten «Präven­tiv­schlä­ge» relati­vier­te Kiew zwar kurz darauf wieder. Moskau reagier­te dennoch heftig und sprach von einem Aufruf, den Dritten Weltkrieg zu starten. Doch wie kurz stehen wir wirklich davor? Einige wichti­ge Fragen und Antworten:

Wieso ist die Sorge vor einer nuklea­ren Eskala­ti­on gestiegen?

Hinter­grund ist Russlands Angriffs­krieg in der Ukrai­ne, in dem Moskau trotz der jüngs­ten Annexi­on von Gebie­ten zuneh­mend die Kontrol­le verliert. Auf der einen Seite hat Russlands Führung zuletzt mehrfach erklärt, die Erobe­run­gen mit «allen zur Verfü­gun