Geschlos­se­ne Verkaufs­räu­me und weniger Geschäft in den Werkstät­ten: Das Kraft­fahr­zeug­ge­wer­be muss wie andere Branchen auch Einbu­ßen im Corona-Jahr hinneh­men. Besse­rung ist nicht in Sicht.

STUTTGART (dpa/lsw) — Die Autohäu­ser in Baden-Württem­berg fordern weite­re Öffnungs­schrit­te, um die Geschäf­te wieder stärker ansto­ßen zu können. Bislang können Kunden nur nach Termin­ver­ein­ba­rung in den Verkaufs­raum kommen, wie der Verband des Kraft­fahr­zeug­ge­wer­bes Baden-Württem­berg in Stutt­gart mitteil­te. Präsi­dent Micha­el Ziegler will am heuti­gen Donners­tag (11.00) die Jahres­bi­lanz für 2020 vorstel­len. Der Verband verweist darauf, dass die Verkaufs­räu­me in der Regel groß seien und es nur ein gerin­ges Kunden­auf­kom­men gebe.

In dem Verband sind rund 4100 Betrie­be mit 52 000 Beschäf­tig­ten organi­siert. Sie machten 2019 einen Umsatz von rund 26,1 Milli­ar­den Euro. Die wochen­lan­gen Schlie­ßun­gen der Autohäu­ser haben das Kraft­fahr­zeug­ge­wer­be in Baden-Württem­berg im Corona-Jahr 2020 vor allem beim Verkauf neuer Autos hart getrof­fen. Die Pkw-Neuzu­las­sun­gen seien um 18 Prozent einge­bro­chen. Auch das Service­ge­schäft habe aufgrund eines Rückgangs der Werkstatt­durch­gän­ge gelitten.