REIT IM WINKL (dpa/lby) — Auf einer Skipis­te bei Reit im Winkl sind drei Männer mit ihren Autos im Tiefschnee stecken­ge­blie­ben. Sie seien auf der für Autos gesperr­ten Strecke bergauf unter­wegs gewesen und hätten mit einem Traktor aus dem Schnee gezogen werden müssen, teilte das Polizei­prä­si­di­um Oberbay­ern Süd am Mittwoch in Rosen­heim mit. Zum Hinter­grund der Aktion gab es keine Angaben. «Vielleicht hatten sie ja auch ein, zwei Mädels dabei, denen sie imponie­ren wollten», zitier­te der «Traun­reu­ter Anzei­ger» einen Polizisten.

Dem Blatt zufol­ge wollte das Trio in der Nacht zum Samstag mit drei Autos auf der Skipis­te von Seegat­terl zur Winkl­moo­salm fahren. Doch irgend­wann war die Fahrt zu Ende. Ein Skitou­ren­ge­her habe sie dann am Samstag­mor­gen entdeckt, schreibt die Zeitung. Für die Männer aus dem Chiem­gau eine Aktion mit Folgen: Ein Beamter habe sich die Autofah­rer zur Brust genom­men und sie gebüh­ren­pflich­tig verwarnt, sagte ein Polizeisprecher.

Die Bergwacht war zwar nicht an dem Einsatz betei­ligt, reagier­te aber dennoch verär­gert. «Wir sind als Bergwacht für die Sicher­heit verant­wort­lich und haben deshalb kein Verständ­nis für dieses riskan­te Unter­fan­gen», schrie­ben die Rettungs­kräf­te in einem Insta­gram-Post neben einem Foto der drei dunklen Autos im Schnee. Das Deutsche Rote Kreuz im Kreis­ver­band Hamburg-Eimsbüt­tel zollte den Bergret­tern in einem Kommen­tar Respekt: «Ihr habt echt starke Nerven, dass ihr noch so nett seid und den Bengeln dort raus helft.» Und ein anderer User meinte: «Normal hätte man die Autos hängen lassen sollen, wären im Frühling schon wieder rausgekommen.»