Im Südwes­ten sind die Menschen tradi­tio­nell zöger­lich bei Organ­spen­den. Das schlägt sich auch in den Zahlen der Deutschen Stiftung Organ­trans­plan­ta­ti­on nieder.

Die Bereit­schaft der Bevöl­ke­rung, nach festge­stell­tem Hirntod Organe zu spenden, ist im Jahr 2020 in Baden-Württem­berg im Länder­ver­gleich am gerings­ten gewesen. Im Südwes­ten lag die Zahl der Organ­spen­der auf eine Milli­on Einwoh­ner bei 9,6, wie die Deutsche Stiftung Organ­trans­plan­ta­ti­on (DSO) am Donners­tag in Frank­furt mitteil­te. Ähnlich gering waren die Zahlen in Nordrhein-Westfa­len (9,7) und Bayern (10).

Hinge­gen waren die Werte in Ostdeutsch­land weit höher und erreich­ten in der Region Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thürin­gen 15,5. Im Jahr 2019 waren im Südwes­ten noch 10,6 Organ­spen­der auf eine Milli­on Einwoh­ner gekom­men. Die absolu­te Zahl der Organ­spen­der betrug im vergan­ge­nen Jahr 107.

Wie in den meisten Bundes­län­dern ist auch zwischen Main und Boden­see die absolu­te Zahl der gespen­de­ten Organe gesun­ken — von 376 im Jahr 2