Züge sind in Zeiten der Pande­mie für manche zu regel­rech­ten Angst­or­ten gewor­den. Der Grund: Immer wieder weigern sich Passa­gie­re eine Mund-Nase-Bedeckung zu tragen. Nun starten Schwer­punkt­kon­trol­len.

«Den ersten Schwer­punkt bildet Norddeutsch­land», teilte die Bahn mit. Am Mittwoch soll demnach verstärkt im Regio­nal- und Fernver­kehr in Hamburg, Schles­wig-Holstein und Nieder­sach­sen kontrol­liert werden, ob alle Fahrgäs­te eine Mund-Nase-Bedeckung tragen. Wer das nicht tut, dem droht das Ende der Fahrt sowie mancher­orts ein Bußgeld in Höhe von 50 Euro. An den Wochen­en­den sowie während der Herbst­fe­ri­en will der Konzern in den Fernzü­gen zudem doppelt so viele Sicher­heits-Mitar­bei­ter einset­zen wie bislang.

Auf die Schwer­punkt­kon­trol­len einig­ten sich Mitte Septem­ber Vertre­ter von Bund, Ländern, Kommu­nen, Bundes­po­li­zei, Gewerk­schaf­ten und Verkehrs­un­ter­neh­men. Zuvor hatten vor allem die Arbeit­neh­mer­ver­tre­ter kriti­siert, Zugbe­glei­ter seien mit der Durch­set­zung der Masken­pflicht überlas­tet. Die Erklä­rung, die bei dem Treffen zustan­de kam, sieht eine klare­re Aufga­ben­ver­tei­lung vor. Kontrol­lie­ren sollen zwar weiter­hin auch die Zugbe­glei­ter. Aber: «Das Erheben von Bußgel­dern bei Verstö­ßen gegen die Masken­pflicht bleibt Aufga­be der zustän­di­gen Behör­den.»

Die Länder hatten sich im August darauf verstän­digt, ein Mindest­buß­geld von 50 Euro für Masken­ver­wei­ge­rer festzu­le­gen. Allein Sachsen-Anhalt zog nicht mit. Dort gibt es kein Bußgeld. Die Schwer­punkt­kon­trol­len will die Bahn bis zum Dezem­ber fortset­zen.