LINDAU — Die 7‑Tage-Inzidenz liegt im Landkreis Lindau seit heute, 29. Oktober, mit einem Wert von 107,34 über dem Schwel­len­wert von 100 Neuin­fek­tio­nen pro 100.000 Einwoh­ner. Es gilt damit die am 23. Oktober von der Staats­re­gie­rung neu einge­führ­te Stufe „dunkel­rot“ der Bayeri­schen Corona- Ampel. „Die Entwick­lun­gen der vergan­ge­nen zwei Wochen berei­ten mir große Sorge, da die Infek­ti­ons­zah­len immer schnel­ler anstei­gen. Ich appel­lie­re deshalb an alle Landkreis­bür­ge­rin­nen und Landkreis­bür­ger weiter durch­zu­hal­ten und soweit wie möglich die Kontak­te zu reduzie­ren. Nur wenn wir alle gemein­sam an einem Strang ziehen und auf einan­der Acht geben, haben wir eine Chance das Infek­ti­ons­ge­sche­hen in den Griff zu bekom­men,“ sagt Landrat Elmar Stegmann. Die Regelun­gen gelten ab Freitag, 30. Oktober um 0 Uhr und zwar laut aktuel­ler 7. Bayeri­scher Infek­ti­ons­schutz­maß­nah­men­ver­ord­nung so lange, bis die 7‑Tage- Inzidenz für fünf Tage in Folge unter 100 liegt. Aufgrund der gestri­gen Bund- Länder-Beschlüs­se werden die bishe­ri­gen Regelun­gen durch die Bayeri­sche Staats­re­gie­rung jedoch voraus­sicht­lich noch weiter angepasst werden.

Mit der Verord­nung zur Änderung der 7. Bayeri­schen Infek­ti­ons­schutz­maß­nah­men­ver­ord­nung müssen die bereits bestehen­den Schutz­maß­nah­men ab morgen Freitag, 30. Oktober 2020, 0 Uhr, noch einmal verschärft werden: Die Sperr­stun­de für die Gastro­no­mie, das Alkohol­ver­kaufs­ver­bot an Tankstel­len sowie das Alkohol­ver­bot auf öffent­li­chen Plätzen wird auf 21 Uhr vorver­legt. Es sind nur maximal 50 Perso­nen für Veran­stal­tun­gen aller Art zugelas­sen (mit Ausnah­me von Kirchen­ver­an­stal­tun­gen, Demons­tra­tio­nen und Hochschulen).

Diese Regelun­gen gelten somit bei der Stufe „Dunkel­rot“ bis die Regelun­gen durch die Bayeri­sche Staats­re­gie­rung aufgrund der gestri­gen Bund-Länder-Beschlüs­se angepasst werden:

Masken­pflicht

Die Masken­pflicht, die bereits seit der Warnstu­fe „Rot“ an allen Jahrgangs­stu­fen der Schulen besteht, bleibt aufrecht­erhal­ten. Sie gilt auch weiter­hin überall dort, wo Menschen dichter und/oder länger zusam­men­kom­men. Das gilt insbe­son­de­re auf bestimm­ten, stark frequen­tier­ten Plätzen (z.B. Fußgän­ger­zo­nen, Markt­plät­ze), auf Begeg­nungs- und Verkehrs­flä­chen der Arbeits­stät­te, insbe­son­de­re in Fahrstüh­len, Fluren, Kanti­nen und Eingän­gen, am Arbeits­platz, soweit der Mindest­ab­stand von 1,5 m nicht zuver­läs­sig einge­hal­ten werden kann, in den Schulen und Bildungs­stät­ten auch im Unter­richt, für Zuschau­er bei sport­li­chen Veran­stal­tun­gen sowie durch­gän­gig auf Tagun­gen, Kongres­sen, Messen, in Freizeit­ein­rich­tun­gen, Kultur­stät­ten, Kinos und Theatern auch am Platz.

Als stark frequen­tier­te Plätze gelten im Landkreis Lindau (Boden­see) derzeit:

Im Stadt­ge­biet von Lindau (Boden­see):

-alle öffent­lich zugäng­li­chen Straßen, Wege und Plätze auf der Insel einschließ­lich der Seebrü­cke sowie des Parkhau­ses P4 an der Inselhalle

-alle öffent­lich zugäng­li­chen Flächen rund um den zentra­len Umstei­ge­punkt ZUP in der Anheg­ger­stra­ße zwischen Kolping­stra­ße und Ludwig-Kick-Straße

-der Berli­ner Platz einschließ­lich der abgehen­den Straßen bis zu 50 m ab dem Berli­ner Platz