WANGEN — Zweimal musste die Bürger­En­er­gie­ge­nos­sen­schaft Region Wangen im Allgäu ihre General­ver­samm­lung 2020 wegen der jeweils aktuel­len Corona-Lage verschie­ben. Nun hat der Aufsichts­rat in einer Video­kon­fe­renz getagt und den Jahres­ab­schluss festgestellt.

Der vorge­leg­te Jahres­ab­schluss 2019 ermög­licht wieder eine Dividen­de in Höhe von 3 Prozent. Aller­dings kann sie in diesem Jahr nicht ausbe­zahlt werden, weil dazu ein förmli­cher Beschluss der Mitglie­der­ver­samm­lung der Genos­sen­schaft notwen­dig ist. Dieser Beschluss kann frühes­tens im Frühjahr 2021 nachge­holt werden. Entspre­chend fließt auch die Dividen­de erst 2021 an die Mitglieder.

Die beiden Vorstän­de Chris­toph Müller (Finan­zen) und Wolfgang Fried­rich (Technik) blick­ten auf ein in Sachen Sonnen­strom durch­schnitt­li­ches Jahr zurück. Die PV-Anlagen liefen weitge­hend störungs­frei. Was sich im Mai 2019 schon andeu­te­te, bestä­tig­te sich bis Jahres­en­de: Die erzeug­te Jahres-Strom­men­ge liegt mit ca. 436.000 kWh um ca. 5 Prozent unter der Prognose.

Insge­samt erbrach­ten alle zwölf PV-Anlagen zusam­men einen Ertrag von 1010 Kilowatt­stun­den (kWh) pro kW Peak (Vorjahr 1100 kWh/kWp) Jahres­leis­tung. Das Gesamt­ergeb­nis liegt blieben daher unter dem Planan­satz, der bei 460 000 kWh gelegen hatte.

Ganz anders gestal­tet sich das laufen­de Jahr 2020: Die Progno­sen lassen ein Ergeb­nis von 510 000 kWh erhof­fen. Ein Grund für die Zunah­me liegt im Neubau der Anlage auf dem Kinder­gar­ten St. Stephan in Primis­wei­ler mit 29,7 kWp. Aber alle Anlagen produ­zier­ten auch mehr Strom, weil das 2020 deutlich sonnen­rei­cher war, als das Vorjahr.

Sehr gut ist die Bilanz des so genann­ten Licht­con­trac­tings mit der Stadt Wangen. Die BEG hatte hierfür 2018 die Finan­zie­rung übernom­men und in einigen Gebie­ten der Stadt die Straßen­la­ter­nen durch LED-Beleuch­tung ersetzt. Die Stadt begleicht diesen de-facto-Kredit der BEG über die Strom­kos­ten-Einspa­run­gen, die durch die energie­spa­ren­den Leucht­kör­per möglich sind.

Weiter­hin einen langen Atem braucht die BEG in der Umset­zung ihres geplan­ten Engage­ments im Windpark „Länge“. Nachdem das Geneh­mi­gungs­ver­fah­ren noch