Für die massen­haf­ten Flugaus­fäl­le dieses Jahr wegen Corona können die Airlines nichts. Aber viele Kunden sind verär­gert, weil sie ihnen für Rückzah­lun­gen hinter­her­ren­nen müssen. Eigent­lich sind die Vorga­ben klar.

Es ist nicht nachvoll­zieh­bar, dass die Lufthan­sa trotz der massi­ven staat­li­chen Hilfen ihren gesetz­li­chen Verpflich­tun­gen bislang nicht nachkommt und den Kunden ihre Gelder nicht unver­züg­lich zurück­zahlt», sagte Wirtschafts­staats­se­kre­tär Ulrich Nussbaum dem «Spiegel» (Online). Es sei eine «Frage des Vertrau­ens». Schon bei den Verhand­lun­gen über das Lufthan­sa-Hilfs­pa­ket habe man darüber gespro­chen, der Bundes­re­gie­rung sei das Thema «sehr wichtig».

Nach den massen­haf­ten Flugaus­fäl­len in der Corona-Krise warten zahlrei­che Verbrau­cher auch Wochen und Monate später noch auf die recht­lich verbind­li­che Erstat­tung ihrer Tickets. Dabei müssen die Gesell­schaf­ten eigent­lich den Ticket­preis grund­sätz­lich inner­halb von sieben Tagen erstat­ten. Verbrau­cher­schüt­zer und Flugrecht­s­por­ta­le sind sich einig, dass die Airlines mit wenigen Ausnah­men die Zahlun­gen absicht­lich verzö­gert haben. Teile der Opposi­ti­on fordern ein schär­fe­res Vorge­hen staat­li­cher Stellen gegen zahlungs­un­wil­li­ge Fluggesellschaften.

An der Lufthan­sa gibt es beim Thema Rückerstat­tun­gen insbe­son­de­re auch vor dem Hinter­grund Kritik, dass die Airline mit Milli­ar­den­be­trä­gen vom Staat geret­tet w