WASHINGTON (dpa) — Die von den Demokra­ten befürch­te­te Erfolgs­wel­le der Republi­ka­ner blieb aus. Präsi­dent Biden sieht sich bestä­tigt — und appel­liert an die Vernunft inner­par­tei­li­cher Gegner von Donald Trump.

US-Präsi­dent Joe Biden macht nach der Parla­ments­wahl einen neuen Anlauf, eine Brücke zu den seit langem von Amtsvor­gän­ger Donald Trump dominier­ten Republi­ka­nern zu schlagen.

Er sei bereit zu Kompro­mis­sen bei vielen Fragen, beton­te der Demokrat. Zugleich zeigte er sich überzeugt, dass die Trump-Anhän­ger in der Republi­ka­ni­schen Partei inzwi­schen in der Minder­heit seien. Der 79-jähri­ge Präsi­dent kündig­te auch an, dass er voraus­sicht­lich Anfang kommen­den Jahres über eine Kandi­da­tur für eine zweite Amtszeit entschei­den wolle.

Demokra­ten schnei­den besser ab als erwartet

Bei der Zwischen­wahl zur Halbzeit von Bidens Amtspe­ri­ode am Diens­tag hatten die Demokra­ten besser abgeschnit­ten als in vielen Umfra­gen vorher­ge­sagt. Weiter­hin nicht ausge­schlos­sen ist, dass sie die Mehrheit im Reprä­sen­tan­ten­haus und Senat — oder zumin­dest in einer der beiden Kongress­kam­mern — halten. Bis es Klarheit gibt, könnten noch mehre­re Tage oder gar Wochen vergehen.

Den Republi­ka­nern werden etwas besse­re Chancen einge­räumt, eine Mehrheit im Abgeord­ne­ten­haus zu gewin­nen. Im Senat steht noch die Entschei­dung über drei beson­ders umkämpf­te Sitze aus — und am Ende könnte ein einzel­nes Rennen über die Kontrol­le der zurzeit knapp von den Demokra­ten kontrol­lier­ten Kammer entschei­den. Vor der Wahl waren zum Teil hausho­he Siege der Republi­ka­ner erwar­tet worden, die jedoch ausbliebe