ESSEN (dpa) — Der Wohnkom­plex ist völlig ausge­brannt — und einsturz­ge­fähr­det. Noch immer glommen in der Nacht überall Glutnes­ter. Wird jetzt ein vierbei­ni­ger Roboter die Lage erkunden?

Einen Tag nach dem Großbrand in der Essener Innen­stadt mit drei Verletz­ten und 35 zerstör­ten Wohnun­gen ist die Brand­ur­sa­che noch unbekannt.

Die Brand­stel­le sei aufgrund der Einsturz­ge­fahr noch nicht betret­bar, sagte eine Polizei­spre­che­rin am Diens­tag­mor­gen. Im Laufe des Tages werde geprüft, ob ein neuer vierbei­ni­ger Polizei-Roboter mit Kamera den Brand­ort erkun­den soll.

Der 35 Kilo schwe­re Laufro­bo­ter der Polizei war erst vor wenigen Wochen bei einem Termin mit NRW-Innen­mi­nis­ter Herbert Reul (CDU) in Duisburg vorge­stellt worden. Die Ruine des Wohnkom­ple­xes ist nach einer ersten Einschät­zung der Feuer­wehr einsturz­ge­fähr­det. Sie konnte am Brand­tag deshalb nicht von den Ermitt­lern betre­ten werden.

Noch viele Glutnester

Feuer­wehr­leu­te haben in der Nacht zum Diens­tag mehrfach mit einer Wärme­bild­ka­me­ra kontrol­liert, ob etwas aufglimmt, wie ein Sprecher der Feuer­wehr am Morgen schil­der­te. Immer wieder seien kleine Glutnes­ter aufge­taucht, die gelöscht worden seien. Gegen 7.00 Uhr hätten die Einsatz­kräf­te dann «Feuer aus» gemel­det, sagte der Sprecher. Damit werde die Einsatz­stel­le der Krimi­nal­po­li­zei übergeben.

128 Menschen hatten durch das Montag­früh ausge­bro­che­ne Feuer ihre Wohnun­gen und vielfach ihr komplet­tes Eigen­tum verlo­ren. Sie mussten zu Bekann­ten oder in Hotels ziehen. Die Feuer­wehr war am Montag den ganzen Tag damit beschäf­tigt, den Brand endgül­tig zu löschen. Nach dem Ende der nächt­li­chen Nachlösch­ar­bei­ten will die Feuer­wehr im Laufe des Vormit­tags die am Brand­ort verleg­ten Schläu­che abbauen.