La Rochel­le (SID) — Der angeschla­ge­ne deutsche Radpro­fi Emanu­el Buchmann hat bei der 107. Tour de France seine Ambitio­nen in der Gesamt­wer­tung aufge­ge­ben. “Mit dieser Form macht es keinen Sinn”, sagte Buchmann am ersten Tour-Ruhetag in La Rochel­le am Montag: “Die Gesamt­wer­tung ist überhaupt kein Ziel mehr.”

Der Vorjah­res­vier­te Buchmann belegt nach den schwe­ren Bergetap­pen in den Pyrenä­en nur den 18. Platz der Gesamt­wer­tung. Sein Rückstand auf den slowe­ni­schen Spitzen­rei­ter Primoz Roglic (Jumbo-Visma) beträgt 5:45 Minuten.

Das neue Ziel des 27-Jähri­gen vom Team Bora-hansgro­he ist nun ein Tages­er­folg. “Ich hoffe, dass ich mich regene­rie­ren kann. Der Plan ist jetzt, auf einen Etappen­sieg zu gehen”, sagte Buchmann. Mit seiner derzei­ti­gen Form werde aber auch das schwie­rig.

Buchmann war nach einem Sturz zwei Wochen vor Tour-Start bei der Dauphi­ne nicht in Bestform zur Frank­reich-Rundfahrt angereist. “Ich bin noch nicht bei 100 Prozent”, sagte Buchmann: “Mir fehlen 15, 20 Watt, die ich vor dem Sturz und auch letztes Jahr hatte. Mit den fehlen­den Watt kann man bei der Leistungs­dich­te nicht vorne mitfah­ren.”

Ein vorzei­ti­ger Ausstieg aus der Tour kommt für ihn indes nicht infra­ge: “Man ist natür­lich enttäuscht, wenn man sich ein Jahr darauf vorbe­rei­tet. Bei der Tour steigt man aber ungern aus, das will ich schon zu Ende bringen.”