HANNOVER (dpa) — Die Fastfood-Kette Burger King hat nach einer Recher­che des Senders RTL fünf Filia­len vorüber­ge­hend geschlos­sen. Zuvor waren dem Unter­neh­men in der Sendung «Team Wallraff» unter anderem Mängel bei Hygie­ne, Lebens­mit­tel­si­cher­heit und Arbeits­be­din­gun­gen vorge­wor­fen worden. Basis dafür waren unter anderem Under­co­ver-Recher­chen mit versteck­ter Kamera.

Man nehme «die erhobe­nen Vorwür­fe sehr ernst», teilte Burger King am deutschen Sitz in Hanno­ver mit. Die im Beitrag gezeig­ten Restau­rants würden tempo­rär geschlos­sen und genau überprüft. Zudem habe man im Septem­ber eine außer­or­dent­li­che exter­ne Überprü­fung aller 750 Burger-King- Restau­rants in Deutsch­land vorge­nom­men. In einzel­nen Fällen sei es nicht gelun­gen, die eigenen Standards und Prozes­se bei allen Mitar­bei­tern zu veran­kern. Man wolle nun die Trainings­kul­tur weiter­ent­wi­ckeln und intensivieren.

In der Sendung hatte «Team Wallraff» unter anderem vom Verkauf alter Lebens­mit­tel und mangeln­der Hygie­ne in einzel­nen Restau­rants berich­tet. Zudem würden Mitar­bei­ter ausge­beu­tet. Burger King will nun eine Whist­leb­lower-Hotline zum Melden von Missstän­den einrichten.