BERLIN (dpa) — Das Lieblings­ca­fé dicht wegen fehlen­dem Perso­nal, keine Aushilfs-Bademeis­ter fürs Freibad — zwei von vielen Corona-Effek­ten im deutschen Alltag 2022. Und das Freizeit­ver­hal­ten wandelt sich. Vielleicht ändert die Pande­mie aber nicht so viel wie oft gedacht?

Was hat die Pande­mie mit unserem Leben in Deutsch­land gemacht? Oft wurde die Zeit nach den großen Lockdowns als Epoche ohne Hände­schüt­teln und Umarmun­gen beschrieben.

Als Ära von Stadt­flucht und Online-Shopping, Restau­rant- und Kino-Sterben. Andere Exper­ten sagten dagegen enorme Nachhol­ef­fek­te und neue Golde­ne Zwanzi­ger voraus, mit Sozial­le­ben aus dem Vollen und exzes­si­vem Ausge­hen. Was lässt sich jetzt schon — im Sommer 2022 — zu den Umbrü­chen im Land sagen? Wie wird unsere Zeit nach der Pande­mie ausse­hen, unsere Post-Corona-Ära?

Viele Restau­rants reduzie­ren ihre Öffnungszeiten

Beispiel Essen­ge­hen: «Perso­nal­man­gel führt dazu, dass es zum Beispiel in Berlin schwie­ri­ger gewor­den ist, mittags auf sehr hohem Niveau zu speisen», berich­te­te schon im vergan­ge­nen Herbst ein Vertre­ter vom Hotel- und Gaststät­ten­ver­band (