STUTTGART (dpa) — Erstmals seit vier Jahren findet wieder ein Katho­li­ken­tag in Präsenz statt — aller­dings deutlich kleiner als gewohnt. Das hat nach Exper­ten­mei­nung nicht nur mit Corona zu tun.

Der 102. Katho­li­ken­tag von Mittwoch bis Sonntag in Stutt­gart soll beson­ders politisch werden.

«Wir werden ein Zeichen setzen, dass die vermeint­li­che Macht des Stärke­ren nicht das letzte Wort hat», sagt Irme Stetter-Karp, die Präsi­den­tin des Zentral­ko­mi­tees der deutschen Katho­li­ken (ZdK), der Deutschen Presse-Agentur. «Dieses Zeichen gilt Wladi­mir Putin, es gilt den demokra­tie­feind­li­chen, rechts­na­tio­na­len Kräften in unserem eigenen Land, es gilt aber auch denen, die mit Drohun­gen und Spaltungs­vor­wür­fen in unserer Kirche Wege in die Zukunft verbar­ri­ka­die­ren wollen.»

Auch Aktivis­tin unter den Gästen

Das ZdK — das sich selbst als Vertre­tung der «katho­li­schen Zivil­ge­sell­schaft» versteht — ist Veran­stal­ter des Kirchen­fes­tes mit fast 1500 Veran­stal­tun­gen, darun­ter Gottes­diens