KOPENHAGEN (dpa) — 30 Jahre lang hat sich Dänemark aus EU-Vertei­di­gungs­an­ge­le­gen­hei­ten heraus­ge­hal­ten. Nun entschei­det das dänische Volk, den sogenann­ten Vertei­di­gungs­vor­be­halt loswer­den zu wollen.

Dänemark lässt unter dem Eindruck des Krieges in der Ukrai­ne eine seit knapp 30 Jahren bestehen­de Sonder­re­gel zur Vertei­di­gungs­po­li­tik in der EU hinter sich.

Eine breite Mehrheit der Dänin­nen und Dänen sprach sich bei einer Volks­ab­stim­mung am Mittwoch dafür aus, den Sonder­sta­tus zur Vertei­di­gungs­zu­sam­men­ar­beit abzuschaf­fen. Damit kann sich Deutsch­lands Nachbar im Norden künftig unter anderem an militä­ri­schen Missio­nen der EU beteiligen.

Bisher bedeu­te­te die EU-weit einzig­ar­ti­ge Sonder­re­ge­lung, dass sich das Land zwar an zivilen, nicht aber an militä­ri­schen EU-Missio­nen und auch nicht an der gemein­sa­men Entwick­lung etwa von Waffen­sys­te­men betei­li­gen konnte. Dänemark ist wegen des Vorbe­halts bislang nicht Teil der Koope­ra­ti­ons­platt­form Pesco, über die gemein­sa­me Militär­pro­jek­te von EU-Staaten organi­siert werden.

«Zusam­men­halt in Europa ist die beste Antwort»

«Die Dänen haben gespro­chen. Wir können nun vollstän­dig an der europäi­schen Zusam­men­ar­beit im Bereich Sicher­heit und Vertei­di­gung teilneh­men», erklär­te Außen­mi­nis­ter Jeppe Kofod. Damit könne das Land eine größe­re Verant­wor­tung für die Sicher­heit in seiner eigenen Nachbar­schaft überneh­men. Angesichts des russi­sch