RAVENSBURG — Für die Ravens­burg Towerstars gab es zum Abschluss der Testspiel­se­rie nichts zu holen. Das Team von Coach Tim Kehler unter­lag beim Swiss League Vertre­ter GCK Lions klar mit 2:6.

Bei der General­pro­be vor dem Haupt­run­den­start nächs­te Woche fehlten wie schon am Freitag in Olten die beiden Vertei­di­ger Pawel Dronia und Tim Sezems­ky, zudem blieb Tim Gorgen­län­der aufgrund einer im Spiel am Freitag erlit­te­nen Blessur zu Hause. Mit dabei war zur defen­si­ven Unter­stüt­zung auch wieder Simon Gnyp vom PENNY DEL Koope­ra­ti­ons­part­ner ERC Ingolstadt.

Die Oberschwa­ben gaben bei diesem Nachmit­tags­spiel gleich einmal Gas und Max Hadra­schek und Louis Latta hatten schon bei ihrem ersten Wechsel die Führung auf dem Schlä­ger. Beide schei­ter­ten jedoch am Züricher Torhü­ter Robin Zumbühl. Dessen Gegen­über Jonas Langmann blieb aber nicht allzu lange beschäf­ti­gungs­los, denn auch die Gastge­ber kamen mit schnell vorge­tra­ge­nen Angrif­fen zu ihren ersten Chancen. Eine Straf­zeit gegen Sam Herr sollte die GCK Lions dann auch prompt in Führung bringen. Timotée Schal­ler kam in rechter Positi­on frei zum Schuss und der Puck knall­te unter die Latte. Kurios: Das Spiel lief zunächst weiter und nachdem Sam Herr wieder von der Straf­bank zurück­ge­eilt war, schlug die Schei­be im Ravens­bur­ger Tor ein. Über sechs Minuten lang konsul­tier­ten die Unpar­tei­ischen den Video­be­weis, erst dann war klar, dass die Schei­be schon zuvor hinter der Linie war. Die Uhr wurde dementspre­chend auch wieder zurückgestellt. 

Die unfrei­wil­li­ge Pause bekam den Towerstars nicht so wirklich. Zwar hatten sie mehr Präsenz im gegne­ri­schen Drittel, doch im Abschluss fehlte die Effek­ti­vi­tät und beim Spiel­auf­bau die Genau­ig­keit. Auch bei zwei eigenen Überzahl­spie­len sollte sich das nicht entschei­dend ändern. So wog der Umstand umso schwe­rer, dass die Lions in der Schluss­pha­se das Tempo anzogen. Dominik Buchli setzte die Schei­be in der 18. Minute in den rechten Torwinkel. 

Im zweiten Spiel­ab­schnitt hatten die Oberschwa­ben gleich zu Beginn ein paar selbst­be­wuss­te Szenen, doch für den nächs­ten Treffer sorgten die Eidge­nos­sen. Rihards Melnalk­s­nis zog kurz vor dem linken Bully­kreis ab und der Puck fand den Weg über die Stock­hand von Jonas Langmann ins rechte Kreuz­eck. Das Team von Coach Tim Kehler tat sich danach weiter­hin schwer, sich vielver­spre­chend vor das gegne­ri­sche Tor zu spielen. Deutlich zielstre­bi­ger waren da die Hausher­ren – sowohl beim Spiel 5 gegen 5, als auch in numeri­scher Überzahl. Gleich zweimal bekamen dies die Towerstars in der Schluss­pha­se des Mittel­drit­tels zu spüren und mit einem durch­aus ernüch­tern­den Zwischen­stand von 5:0 ging es in die zweite Pause.

Im Schluss­ab­schnitt war die Luft bei den Towerstars vollends raus, Zürich ließ die Schei­ben flott nach vorne laufen und der inzwi­schen einge­wech­sel­te Towerstars Keeper Jonas Stett­mer musste mehrfach in größter Not retten. Geschla­gen war er jedoch in der 51. Minute, als ein Schuss von Nicolas Baech­ler aus der Halbdi­stanz zum 6:0 über die Stock­hand segel­te. Immer­hin gelan­gen Sam Herr (52.) sowie Vincent Hessler (59.) noch zwei Ehren­tref­fer, mehr gab es auch beim zweiten Gastspiel in der Schweiz an diesem Wochen­en­de nicht zu ernten.