Kim de l’Hori­zon erhält den Deutschen Buchpreis 2022 für den Roman «Blutbuch». Das gab die Jury am Montag­abend beim Festakt in Frank­furt bekannt. Der Deutsche Buchpreis zeich­net den besten deutsch­spra­chi­gen Roman des Jahres aus. Die Ehrung ist mit 25.000 Euro dotiert. Kim de l’Hori­zon wurde in der Schweiz geboren und sieht sich weder eindeu­tig als Mann noch als Frau. Dieses Thema prägt auch den Roman, der bei DuMont erschie­nen ist.

«Mit einer enormen kreati­ven Energie sucht die non-binäre Erzähl­fi­gur in Kim de l’Hori­zons Roman “Blutbuch” nach einer eigenen Sprache», urteil­te die Buchpreis-Jury. «Welche Narra­ti­ve gibt es für einen Körper, der sich den herkömm­li­chen Vorstel­lun­gen von Geschlecht entzieht?» Die Roman­form sei in steter Bewegung: «Jeder Sprach­ver­such, von der plasti­schen Szene