FRANKFURT/MAIN (dpa) — Nach zwei Jahren findet die Frank­fur­ter Buchmes­se wieder in Präsenz statt. Es gehe um Dialog und den Kampf gegen eine vergif­te­te Debattenkultur.

In Zeiten der Krise und Insta­bi­li­tät will die Frank­fur­ter Buchmes­se ein Ort des Diskur­ses und Mitein­an­ders sein. «Präsenz hilft gegen Polari­sie­rung», sagte Direk­tor Jürgen Boos zum Auftakt der Bücher­schau am Diens­tag. Die gesell­schaft­li­chen Entwick­lun­gen und Spannun­gen abzubil­den, sei eine der Kernauf­ga­ben der Buchbran­che und damit auch der Messe. Nur so könne man einer vergif­te­ten Debat­ten­kul­tur entge­gen­wir­ken, den demokra­ti­schen Diskurs stärken und Diver­si­tät eine Bühne geben. Und: «Die Buchmes­se ist das Gegen­mo­dell zu einer Echokammer.»

Die 74. Frank­fur­ter Buchmes­se soll am Diens­tag­nach­mit­tag offizi­ell eröff­net werden. Sie findet nach zwei Jahren mit pande­mie­be­ding­ten Einschrän­kun­gen wieder ohne größe­re Aufla­gen statt. Angemel­det sind den Angaben zufol­ge rund 4000 Ausstel­ler aus 95 Ländern.

Karin Schmidt-Fride­richs, Vorste­he­rin des Börsen­ver­eins des Deutschen Buchhan­dels, sprach am Diens­tag von einem «Kultur­er­eig­nis für Völker­ver­stän­di­gung». In zahlrei­chen Debat­ten, Vorträ­gen und Lesu