ACHBERG — Am Samstag, 8. Oktober 2022 um 16 Uhr zeigt Dr. Hannes Aschau­er bei der geführ­ten Wande­rung „Expedi­ti­on zu Stinke­quel­le“ die einzig­ar­ti­ge Geolo­gie des Argen­tals, das Schloss Achberg umgibt. Es gibt vieles zu entde­cken, was selbst Natur­lieb­ha­ber noch begeis­tern kann. Vorbei an Grund­mo­rä­ne und Molas­se­fel­sen führt die geolo­gi­sche Wande­rung durch die steilen Hangwäl­der und entlang des Argenlaufs. 

Die Argen und ihr Umland geben Zeugnis über die spannen­de Erd- und Landschafts­ge­schich­te des Voral­pen­lan­des. Die Ursprün­ge liegen in der letzten Eiszeit, der Würmkalt­zeit. Schloss Achberg steht auf Grund­mo­rä­ne, die vor etwa 10.000 Jahren unter dem Eis des Rhein­glet­schers entstand. Der Gletscher zerbrö­sel­te das Gestein, über das er gescho­ben wurde, zu Lehm mit einge­la­ger­tem Kies, Sand und Steinen. Dieses Gemisch wird Grund­mo­rä­ne genannt. Über Schloss Achberg lagen 400 m Eis, der 1060 m hohe Pfänder schau­te nur 100 m weit aus dem Gletscher heraus. 

Die Argen, die aus Schmelz­was­ser­strö­men entstand, grub sich nach der Eiszeit etwa 100 m tief in diese Hügel ein und gibt in den Abhän­gen von Tal und Seiten­bä­chen Einbli­cke in die Grund­mo­rä­ne und die darun­ter liegen­den Schich­ten. Unter der Grund­mo­rä­ne kommt eine Schicht, die Molas­se­fels genannt wird. Das ca. 15 Millio­nen Jahre alte Gestein reicht über 4000 m tief in den Unter­grund. In der Molas­se kann man Panzer von Schild­krö­ten finden. 

Diese und viele weite­re spannen­de Aspek­te der Struk­tur, Eigen­schaf­ten und Geschich­te des einzig­ar­ti­gen Argen­tals vermit­telt der studier­te Geolo­ge Dr. H