BERLIN (dpa) — Ab Diens­tag gelten deutsch­land­weit schär­fe­re Kontakt­be­schrän­kun­gen. Aber nicht alle Bundes­län­der warten bis dahin. Ein Überblick über die aktuel­len Regeln.

Im Kampf gegen Corona werden Kontak­te im priva­ten und öffent­li­chen Leben weiter einge­schränkt. Spätes­tens vom 28. Dezem­ber an soll bei priva­ten Treffen generell eine Obergren­ze von zehn Perso­nen gelten — auch für Geimpf­te und Genese­ne. Ausge­nom­men sind Kinder unter 14 Jahren.

Doch nicht alle Länder wollen mit der verstärk­ten Pande­mie­be­kämp­fung bis nach dem Weihnachts­fest warten. Die Regeln im Einzelnen:

Baden-Württem­berg

Neue Vorschrif­ten der Corona-Verord­nung werden ab Montag gelten — also unmit­tel­bar nach Weihnach­ten. Es gibt nun auch eine Sperr­stun­de in der Gastro­no­mie. Sie beginnt um 22.30 Uhr und läuft bis 05.00 Uhr morgens. In der Silves­ter­nacht beginnt die Sperr­stun­de erst um 01.00 Uhr. Die neue Verord­nung gilt zunächst bis zum 24. Januar.

Bayern

Auch die Landes­re­gie­rung Bayern setzt den Bund-Länder-Beschluss zum 28. Dezem­ber um. Ab Diens­tag dürfen sich dann nur noch maximal zehn Geimpf­te und Genese­ne privat treffen — dies gilt bei priva­ten Zusam­men­künf­ten außer­halb der Gastro­no­mie. Das bislang für große überre­gio­na­le Sport­ver­an­stal­tun­gen gelten­de Zuschau­er­ver­bot gilt künftig zudem für große überre­gio­na­le Kultur­ver­an­stal­tun­gen und vergleich­ba­re Veranstaltungen.

Berlin

In der Haupt­stadt gelten die Kontakt­be­schrän­kun­gen für Geimpf­te und Genese­ne wie verein­bart ab dem 28. Dezem­ber. Kultur- oder Sport­ver­an­stal­tun­gen bleiben unter stren­gen Hygie­ne-Bedin­gun­gen und mit reduzier­ten Obergren­zen erlaubt. Clubs können wie Gaststät­ten auch weiter öffnen, aller­dings wird das Tanzen untersagt.

Branden­burg

Höchs­tens zehn Menschen bei priva­ten Treffen — das gilt schon ab Montag für die Branden­bur­ger, auch für Geimpf­te und Genese­ne. Andere Verschär­fun­gen bleiben in Kraft. Dazu zählt die nächt­li­che Ausgangs­be­schrän­kung für Ungeimpf­te in Hotspot-Regio­nen. Für Demos im Freien gilt eine Obergren­ze von 1000 Teilneh­mern plus Masken­pflicht und Mindest­ab­stand. An Silves­ter sind Ansamm­lun­gen verbo­ten, für beleb­te Plätze gilt ein Böllerverbot.

Bremen

Im kleins­ten Bundes­land sind seit Heilig­abend Clubs und Diskos geschlos­sen, Tanzver­an­stal­tun­gen sind verbo­ten. Im Einzel­han­del und in der Gastro­no­mie, in Kultur und Sport gilt 2G. Die Beschrän­kun­gen der Kontak­te für Ungeimpf­te bestehen fort — ein Haushalt darf sich nur mit zwei weite­ren Perso­nen anderer Haushal­te treffen. Ab dem 28. Dezem­ber werden wie in den anderen Bundes­län­dern auch priva­te Treffen für alle auf bis zu zehn Perso­nen begrenzt.

Hamburg

In der Hanse­stadt traten alle Maßnah­men der Eindäm­mungs­ver­ord­nung schon 24.12. in Kraft, inklu­si­ve der Kontakt­be­schrän­kung für Geimpf­te und Genese­ne auf zehn Perso­nen. Außer­dem gilt eine Sperr­stun­de für die Gastro­no­mie ab 23.00 Uhr. Nur in der Silves­ter­nacht dürfen Restau­rants, Bars und Kneipen bis 1.00 Uhr am Neujahrs­mor­gen offen bleiben. Stehti­sche in der Gastro­no­mie dürfen nicht mehr genutzt werden. Zudem gibt es ein Tanzver­bot, das faktisch der Schlie­ßung von Clubs und Disko­the­ken gleichkommt.

Hessen

In der Öffent­lich­keit dürfen sich ab 28. Dezem­ber nur noch Gruppen von maximal zehn Menschen treffen. Sind Ungeimpf­te dabei, gelten die noch stren­ge­ren Regeln (ein