Auch Tage nach dem Erdbe­ben im Westen der Türkei geben die Rettungs­kräf­te die Suche nach Verschüt­te­ten nicht auf. Nun konnten die Helfer erneut ein Mädchen lebend aus den Trümmern retten. Einsatz­kräf­te versu­chen nun, die Mutter zu finden.

Der Staats­sen­der TRT hatte den Vorna­men des Mädchens zunächst mit Ayla angegeben.

Auf Aufnah­men der Katastro­phen­schutz­be­hör­de Afad war zu sehen, wie ein Rettungs­hel­fer sich zu der Kleinen beugte, die voller Staub zwischen Schutt und Trümmern lag.

Der Rettungs­hel­fer Ahmet Celik sagte TRT: «Ich habe ihre Stimme gehört. Ich habe meinen Kopf durch eine Lücke gesteckt. Sie hat gesagt: «Ich habe so Durst.»» Sie habe nach Wasser und Ayran (Getränk mit Joghurt) gefragt.

Ein anderer aus dem Rettungs­team sagte: «Wir sind sehr glück­lich.» Das Mädchen habe nach seiner Mutter gefragt. Nach Angaben des Senders CNN Türk wird die Mutter noch unter den Trümmern vermu­tet. Die Einsatz­kräf­te versuch­ten nun, sie zu finden.

Umwelt- und Städte­mi­nis­ter Murat Kurum sagte nach Angaben der staat­li­chen Nachrich­ten­agen­tur Anado­lu, dem Mädchen gehe es gut. Die Rettungs­ar­bei­ten an vier Gebäu­den gingen weiter.

Bereits am Montag waren ein dreijäh­ri­ges Mädchen 65 Stunden und eine 14-Jähri­ge 58 Stunden nach dem Erdbe­ben aus den Trümmern geret­tet worden.

Bei dem schwe­ren Beben vom Freitag­nach­mit­tag in der Ägäis waren Teile der Westtür­kei und auch Griechen­lands erschüt­tert worden. Nach neues­ten Angaben kamen mehr als 100 Menschen in der Türkei ums Leben; mehr als 900 wurden verletzt. Auf der griechi­schen Insel Samos wurden zwei Jugend­li­che von Trümmern einer einstür­zen­den Mauer erschla­gen. Das Zentrum des Bebens lag den Behör­den zufol­ge im Meer vor der türki­schen Provinz Izmir. Die türki­sche Katastro­phen­be­hör­de gab die Stärke mit 6,6 an, die US-Erdbe­ben­be­hör­de USGS sogar mit 7.

In der Türkei verlau­fen mehre­re Verwer­fungs­li­ni­en. Das Land wird immer wieder von schwe­ren Erdbe­ben erschüt­tert. Erst im Januar waren bei zwei Beben in den osttür­ki­schen Städten Elazig und Malat­ya mehr als 40 Menschen getötet worden.