BERLIN (dpa) — Tag drei im RTL-Dschun­gel­camp bringt Wider­li­ches, Ungerech­tes, Ungeheu­er­li­ches über Vorlie­ben auf einer Porno-Platt­form — und das trauri­ge Aus für einen Dschungel-Traum.

Aus der Traum des Thron­er­ben: Der Sänger Lucas Corda­lis wird nicht mehr ins RTL-Dschun­gel­camp einziehen.

Das Risiko sei einfach zu groß, sagten die Modera­to­ren Sonja Zietlow und Daniel Hartwich am Sonntag­abend zu Beginn der Show «Ich bin ein Star — Holt mich hier raus». Corda­lis war zwar mit zum Drehort nach Südafri­ka gereist, dort aber positiv auf Corona getes­tet worden. Zuletzt hatten Sender — und wohl auch Corda­lis selbst — auf einen verspä­te­ten Einzug gehofft. Diese Hoffnung hat sich nun zerschlagen.

Dem Ehemann von Reali­ty-Star Danie­la Katzen­ber­ger gehe es gut, er habe keiner­lei Sympto­me, hatte der Sender kurz vor dem Start der Show mitge­teilt. Bei dem Sänger sei die Infek­ti­on bei einem PCR-Test nach der Einrei­se in Südafri­ka nachge­wie­sen worden.

Der 54-Jähri­ge ist der Sohn des ersten «Dschun­gel­kö­nigs» Costa Corda­lis und seine Teilnah­me hatte schon rund ein Jahr vor dem Start festge­stan­den. «Sie haben mich oft gefragt und ich habe immer nein gesagt», hatte Corda­lis Mitte 2021 gesagt. «Ich dachte: Ein König in der Familie reicht. Aber mein Vater lebt jetzt nicht mehr und ich denke, er würde sich freuen, wenn ich da weit komme.»

Die 15. Staffel der Reali­ty-Show «Ich bin ein Star — Holt mich hier raus!» hatte am Freitag begon­nen. Wer der verblie­be­nen elf Kandi­da­ten die Dschun­gel­kro­ne aufset­zen darf, soll am 5. Febru­ar feststehen.

Dschun­gel-Debat­ten

Corda­lis verpass­te so, wie Linda Nobat Mit-Campe­rin Janina Yousse­fi­an in der Episo­de vom Sonntag­abend ziemlich unver­schlei­ert unter­be­lich­tet nannte und dafür dann eine Entschul­di­gung forder­te — von Yousse­fi­an. Nachdem die beiden dann trotz­dem zusam­men ihre Dschun­gel­prü­fung im tier- und ekelschleim­ver­seuch­ten «Trauma­haus der Stars» über die Bühne gebracht und dabei fünf Sterne gefun­den hatten, musste Nobat die Souve­rä­ni­tät der anderen aller­dings neidlos anerken­nen. In der Folge am Montag müssen die beiden wieder ran — aller­dings unter­stützt von Anousch­ka Renzi und Harald Glööckler.

Corda­lis hörte auch nicht live, was Öster­rei­che­rin Tara Tabitha über den Account ihrer Füße (Größe 37) auf einer Porno­platt­form zu berich­ten wusste. Die brach­ten ihr dort offen­bar gutes Geld — auch dank des gewinn­brin­gen­den Verkaufs tagelang getra­ge­ner Socken und abgeschnit­te­ner Zehennägel.

Doch obwohl es nach diesem Bericht so schien, als könne Tabitha nicht mehr viel schocken auf dieser Welt, bewahr­te sie das nicht vor einem vorüber­ge­hen­den Zusam­men­bruch. Der Grund: Die Erkennt­nis, dass Flirt­part­ner Filip Pavlo­vic mögli­cher­wei­se doch kein so großes Inter­es­se an ihr hat wie erhofft — und dass das Ganze auch noch gefilmt wird. «Habe das Gefühl, dass mir die ganze Zeit jemand zuschaut.» Ach was.