Die Entschei­dung über den Weiter­be­trieb der Schulen nach dem harten Corona-Lockdown am 11. Januar fällt erst wenige Tage vorher. Baden-Württem­bergs Kultus­mi­nis­te­rin Susan­ne Eisen­mann (CDU) teilte am Diens­tag in Stutt­gart mit, dass man die Konfe­renz der Minis­ter­prä­si­den­ten mit Kanzle­rin Angela Merkel (CDU) am 5. Januar abwar­ten wolle. «Unser grund­sätz­li­ches Ziel ist, so viel Präsenz­un­ter­richt wie möglich anzubie­ten», erklär­te die Minis­te­rin, die sich kürzlich mit Minis­ter­prä­si­dent Winfried Kretsch­mann (Grüne) zu dem Thema beraten hatte. Denkbar ist, dass der Lockdown verlän­gert wird, sollten die Infek­ti­ons­zah­len nicht deutlich sinken.

Eisen­mann beton­te: «Der Lerner­folg ist im Präsenz­un­ter­richt am größten. Zudem dürfen wir sozia­le und psycho­lo­gi­sche Aspek­te nicht verges­sen. Schule gibt Kindern und Jugend­li­chen gerade in der schwie­ri­gen Pande­mie­si­tua­ti­on Struk­tur und Halt.» Das Minis­te­ri­um berei­te ein Konzept für den Wieder­ein­stieg nach dem 10. Januar vor. «Dieses Konzept soll ein flexi­bles Handeln ermög­li­chen, je nach regio­na­ler Infek­ti­ons­la­ge und nach Alter der Kinder.» Dies habe sie den Schulen am Montag in einem Schrei­ben mitgeteilt.

Darin infor­mier­te die Minis­te­rin auch darüber, dass die Halbjah­res­zeug­nis­se diesmal nicht schon zum 10. Febru­ar ausge­ge­ben werden müssen, sondern bis Ende des Monats Zeit ist. Hinter­grund sei, dass in der Zeit vom 16. bis zum 23. Dezem­ber teilwei­se Klassen­ar­bei­ten angesetzt waren, die nicht geschrie­ben werden konnten. «Um die Lage an den Schulen etwas zu entspan­nen, haben wir entschie­den, den Schulen mehr Zeit für die Ausga­be der Halbjah­res­zeug­nis­se zu geben.»

Von der Verlän­ge­rung seien die Klassen ausge­nom­men, bei denen eine Entschei­dung über die weite­re Schul­lauf­bahn ansteht. «Das betrifft die vierte Klasse in der Grund­schu­le,