Das Oberschwä­bi­sche Museums­dorf Kürnbach erhält mehr Geld vom Land für seine Arbeit. Bereits im vergan­ge­nen Dezem­ber hat das Land Baden-Württem­berg mitge­teilt, die finan­zi­el­le Unter­stüt­zung der sieben Freilicht­mu­se­en im Land für die Jahre 2020 und 2021 deutlich zu erhöhen: Für die sieben Freilicht­mu­se­en, darun­ter auch Kürnbach, stehen nun jeweils 2,15 Millio­nen Euro im Jahr zur Verfü­gung.

In den Vorjah­ren flossen Landes­mit­tel als 50-Prozent-Zuschüs­se in die Berei­che Bestands­er­halt und Vermitt­lung, sodass der Landkreis Biber­ach die andere Hälfte selbst überneh­men musste. Doch nicht zuletzt wegen Corona ist es in diesem Jahr anders: Das Oberschwä­bi­sche Museums­dorf Kürnbach erhält 100.000 Euro für Restau­rie­run­gen und Sanie­run­gen histo­ri­scher Gebäu­de und 50.000 Euro für den Ausstel­lungs­be­reich – und das sogar als 100-Prozent-Zuschuss, der Landkreis muss also keine zusätz­li­chen Mittel einbrin­gen. „Die Förder­be­schei­de sind nun einge­gan­gen, ich freue mich sehr, dass wir das Land in vielen Gesprä­chen überzeu­gen konnten, die Freilicht­mu­se­en in einem außer­ge­wöhn­li­chen Jahr auch auf außer­ge­wöhn­li­che Weise zu unter­stüt­zen“, sagt Landrat Dr. Heiko Schmid.

„Gerade in Corona-Zeiten zeigen sich die Stärken unseres Kürnba­cher Museums­dorfs: Hier gibt es viel Freiraum, inter­es­san­te Ausstel­lun­gen und leben­di­ge Geschich­te“, so Landrat Dr. Heiko Schmid. „Zugleich kostet der Unter­halt der Gebäu­de uns sehr viel Geld.“ Die Erhöhung der Landes­för­de­rung fordert die Arbeits­ge­mein­schaft der Freilicht­mu­se­en im Land mit dem derzei­ti­gen Vorsit­zen­den Landrat Stefan Bär schon seit Jahren. Landrat Dr. Schmid war hier bereits in der Vergan­gen­heit als Vorsit­zen­der in politi­schen Verhand­lun­gen aktiv. „Umso dankba­rer bin ich Kunst­staats­se­kre­tä­rin Petra Olschow­ski und den beiden Regie­rungs­frak­tio­nen im Landtag, dass sie die Mittel erhöht und eine Corona-angemes­se­ne Vertei­lung ermög­licht haben.“

Mit den zweck­ge­bun­de­nen Mitteln soll in Kürnbach bei den histo­ri­schen Gebäu­den beispiels­wei­se der Dachstuhl des Hauses Wolfer saniert werden, des ältes­ten Museums­hau­ses von 1499. Die zweck­ge­bun­de­nen Mittel für die inhalt­li­che Vermitt­lung fließen in die Ausstel­lung „Freiheit auf vier Rädern? Wie das Auto Oberschwa­ben verän­dert hat“.