Das Kind hat den Unfall mit einem Wagen aus Kretsch­manns Tross nicht überlebt. Der Minis­ter­prä­si­dent zeigt sich betrof­fen, die Staats­an­walt­schaft ermit­telt weiter.

Das Kind war am Sonntag seinen Verlet­zun­gen erlegen. Kretsch­mann sagte darauf­hin am Montag alle öffent­li­chen Termi­ne ab. «Aus Pietäts­grün­den sehen wir uns außer­stan­de, Termi­ne zu machen», sagte ein Regie­rungs­spre­cher. Eigent­lich wollte der Minis­ter­prä­si­dent am Montag­nach­mit­tag mit Forst­mi­nis­ter Peter Hauk (CDU) Baden-Württem­bergs ersten Natur­park, den Schön­buch, besich­ti­gen. Der Termin soll nun voraus­sicht­lich Ende der Woche nachge­holt werden, hieß es aus dem Staats­mi­nis­te­ri­um. Die Teilnah­me Kretsch­manns am Autogip­fel am Diens­tag­abend mit Kanzle­rin Angela Merkel (CDU) sei aber geplant.

Der Minis­ter­prä­si­dent hatte am Sonntag bestürzt auf die Nachricht vom Tod des kleinen Mädchens reagiert: «Ich bin voller Trauer», hatte er mitge­teilt. Der Regie­rungs­chef war am Montag vergan­ge­ner Woche mit seinem Tross auf der Autobahn 81 nördlich von Heilbronn unter­wegs, als sein Dienst­wa­gen auf regen­nas­ser Straße ins Schleu­dern geriet, gegen eine Leitplan­ke prall­te und auf dem Seiten­strei­fen zum Stehen kam. Kurz darauf krach­te dann das Auto mit drei Insas­sen in das Begleit­fahr­zeug der Kolon­ne.

Der 33 Jahre Vater des Kindes und Fahrer des Fahrzeugs wurde schwer, eine 29 Jahre alte Frau auf dem Beifah­rer­sitz leicht verletzt. Kretsch­mann, der nicht am Steuer saß, blieb unver­sehrt.