BODENSEEKREIS — Noch im Corona-Jahr 2020 haben im Boden­see­kreis die ersten Perso­nen eine Corona-Schutz­imp­fung erhal­ten. Am 31. Dezem­ber kam ein Mobiles Impfteam (MIT) des Zentra­len Impfzen­trums (ZIZ) Tübin­gen in den Senio­ren­wohn­park Uhldin­gen-Mühlho­fen. Geimpft wurden 42 Bewoh­ne­rin­nen und Bewoh­ner sowie 21 Mitar­bei­te­rin­nen und Mitar­bei­ter der Einrich­tung. Die Aktion dauer­te etwa vier Stunden. Landrat Lothar Wölfle und Heimlei­te­rin Elke Musial­ski empfin­gen das etwa 20-köpfi­ge Impfteam des DRK, das selbst erst den dritten Tag im Einsatz war aber mit Ruhe und Profes­sio­na­li­tät alles vorbe­rei­tet und dann die Impfun­gen durch­ge­führt hat.

In den Tagen zuvor hatte das Team des Wohnparks die nötigen Vorbe­rei­tun­gen getrof­fen und unter­stützt durch die Heimauf­sicht des Boden­see­krei­ses „Impfbe­reit­schaft“ ans ZIZ gemel­det. Neben den Einver­ständ­nis­er­klä­run­gen der zu impfen­den Perso­nen und aller­lei Forma­li­en musste genau abgeklärt werden, wie viele Impfdo­sen gebraucht werden. Es wäre gleicher­ma­ßen fatal, wenn zu wenige oder zu viele Impfdo­sen vorbe­rei­tet gewesen werden. Denn der Impfstoff muss aus der Tiefküh­lung heraus­ge­holt, auf beson­de­re Weise angemischt und dann inner­halb eines kurzen Zeitfens­ters verab­reicht werden. 21 Tage später wieder­holt sich dann das Proze­de­re für den zweiten Teil der Doppelimpfung.

Die ersten Impfbil­der aus dem Boden­see­kreis haben auch deshalb Symbol­kraft, weil sie zeigen, dass der Schwer­punkt der Impfak­tio­nen aktuell und in den kommen­den Wochen ganz klar auf den Pflege­ein­rich­tun­gen liegt. Hier wird ein großer Teil des verfüg­ba­ren Impfstof­fes einge­setzt werden. Für die breite Bevöl­ke­rung nicht nur im Boden­see­kreis bedeu­tet das: Es ist weiter­hin Geduld und Diszi­plin beim Hygie­never­hal­ten gefragt. Es wäre nicht realis­tisch, zu erwar­ten, dass wenige Tage nach Zulas­sung des Impfstof­fes jeder und jede sofort einen Termin in einem zentra­len oder Kreis­impf­zen­trum bekommt