Sein Zustand habe schon vor einigen Tagen begon­nen, sich zu verschlech­tern. Schließ­lich habe er Pallia­tiv­ver­sor­gung bekom­men. In seinen letzten Stunden habe er noch mit seiner Familie kommu­ni­zie­ren können.

«Wir sind am Boden zerstört angesichts des Verlusts von David Bennett», sagte der zustän­di­ge Chirurg Bartley Griffith. «Er hat sich als mutiger, ehren­wer­ter Patient erwie­sen, der bis zum Ende gekämpft hat.» Auf der ganzen Welt sei Bennett für «seinen Mut und seinen unerschüt­ter­li­chen Lebens­wil­len» bekannt gewor­den. Bennetts Sohn David Bennett Jr. bedank­te sich bei den Ärzten. «Wir sind dankbar für jeden innova­ti­ven Moment, jeden verrück­ten Traum und jede schlaf­lo­se Nacht, die Teile dieser histo­ri­schen Anstren­gung waren.» Bennett hinter­lässt ein weite­res erwach­se­nes Kind, fünf Enkel­kin­der und zwei Schwestern.

Mann war nicht geeig­net für Spenderherz

Im Oktober 2021 war er als schwer­kran­ker Patient an das Univer­si­täts­kli­ni­kum in Balti­more gekom­men. Weil der an einer lebens­ge­fähr­li­chen Herzkrank­heit leiden­de Mann als nicht geeig­net für ein Spender­herz einge­stuft wurde, gab es von der US-Gesund­heits­be­hör­de FDA eine Ausnah­me­ge­neh­mi­gung für den Versuch, mit dem tieri­schen Organ sein Leben zu retten.

Anfang Januar wurde dem Mann dann in einer mehrstün­di­gen Opera­ti­on das genetisch verän­der­te Schwei­neor­gan einge­setzt. Die galt als Meilen­stein auf dem Gebiet der Organ­trans­plan­ta­ti­on. Danach war der Patient noch einige Tage an eine Herz-Lungen-Maschi­ne angeschlossen.

Erste Wochen gaben Grund zur Hoffnung

Im Anschluss sei der Zustand des Mannes zunächst relativ stabil gewesen, hieß es von der Klinik. Das Herz habe «gut gearbei­tet», es habe keine Anzei­chen von Absto­ßung gegeben. Bennett gehe es «besser als erwar­tet», er sei «bemer­kens­wert wach», hatte es gehei­ßen. Der Mann habe Zeit mit seiner Familie verbrin­gen können und Physio­the­ra­pie gemacht. Unter anderem habe er noch das Football-Spekta­kel Super Bowl verfolgt und oft darüber gespro­chen, dass er zu seinem Hund Lucky nach Hause wolle.

Die sogenann­te Xenotrans­plan­ta­ti­on — also etwa die Übertra­gung von tieri­schen Organen auf den Menschen — wird schon seit den 1980er Jahren erforscht. Schwei­ne sind dabei als Spender beson­ders geeig­net, weil ihr Stoff­wech­sel dem von Menschen ähnelt. In Deutsch­land liegt der Überle­bens­re­kord für einen Pavian mit Schwei­ne­herz Wissen­schaft­lern zufol­ge bei 195 Tagen. Die Grund­la­ge für ähnli­che Opera­tio­nen an Menschen wie in den USA sei auch in Deutsch­land geschaf­fen — wann es aber soweit sein könnte, ist noch unklar.

Muham­mad Mohiud­din, zustän­di­ger Chirurg an der Unikli­nik Maryland, bedank­te sich bei Bennett für seine «einzig­ar­ti­ge und histo­ri­sche R