BERLIN (dpa) — Nach Monaten gibt Angela Merkel ein erstes langes Inter­view: Sie räumt schwin­den­den Einfluss zum Ende der Amtszeit ein, macht sich selbst aber keine Vorwür­fe. Als Privat­mensch fühlt sie sich nun frei.

Die frühe­re Bundes­kanz­le­rin Angela Merkel hat sich in einem Inter­view ausführ­lich zu ihren letzten Monaten im Amt und den aktuel­len Konflik­ten mit Russland geäußert und gleich­zei­tig Freude über ihre neue Rolle als Privat­mensch gezeigt.

«Ich war schon ganz schön geschafft», sagte Merkel Journa­lis­tin­nen des Redak­ti­ons­netz­werks Deutsch­land (RND/Samstag). «Manch­mal ist es noch ungewohnt, dass ich keinen Termin­druck mehr habe.» Doch die Vortei­le würden überwie­gen, sie fühle sich nun «frei», beton­te die Altkanz­le­rin. Zehn Tage zuvor hatte sich Merkel im Berli­ner Ensem­ble erstmals nach ihrem Ausschei­den aus dem Kanzler­amt den Fragen eines Journa­lis­ten gestellt.

Entschei­dung zu Nord Stream 2

Merkel vertei­dig­te ihre Entschei­dun­gen zum Bau der Ostsee-Gaslei­tung Nord Stream 2 nach Russlan