MÜNCHEN (dpa/lby) — Der Alpin­rechts­ex­per­te Klaus Burger ruft Bergstei­ger dazu auf, ihren Stolz nicht über die Sicher­heit zu stellen. «Umkeh­ren ist hart – beson­ders wenn Selfies oder die Selbst­dar­stel­lung in sozia­len Medien eine Rolle spielen», sagte er der Medien­grup­pe Münch­ner Merkur/tz (Freitag). «Meine Botschaft ist: Habt den Mut, aufzu­ge­ben, wenn ihr merkt, dass es riskant wird.»

Er wisse «aus eigener Erfah­rung, was das für ein Kampf sein kann», sagte Burger. «Beson­ders wenn ein Traum hinter der Bestei­gung eines Gipfels steht. Aber auch ein Traum ist es nicht wert, zu verunglücken.»

Eine Rettung aus den Bergen könne teuer werden, beton­te Burger, der Vorsit­zen­der des Deutschen Gutach­ter­krei­ses für Alpin­un­fäl­le war und Chef der Bergwacht Bad Reichen­hall ist. «Bei Großein­sät­zen sind die Kosten pro Tag auf maximal 2500 Euro begrenzt.»