FRANKFURT/MAIN (dpa) — Erstmals seit Juli 2011 erhöht die Europäi­sche Zentral­bank die Zinsen im Euroraum. Der Schritt fällt angesichts der Rekord­in­fla­ti­on höher aus, als zunächst erwar­tet. Das freut vor allem die Sparer.

Die Rekord­in­fla­ti­on zwingt die Euro-Währungs­hü­ter zu einem höheren Tempo bei ihrer ersten Zinser­hö­hung seit elf Jahren. Die Zinsen steigen um jeweils 0,50 Prozent­punk­te, wie die Noten­bank in Frank­furt mitteilt. Damit entfällt zur Freude der Sparer der Negativ­zins von minus 0,50 Prozent für gepark­te Gelder von Geschäfts­ban­ken. Viele Insti­tu­te gaben diese Belas­tung in den vergan­ge­nen Jahren an Privat­kun­den als sogenann­tes Verwah­rent­gelt weiter. Der Leitzins, zu dem sich Kredit­in­sti­tu­te bei der EZB Geld leihen können, steigt von null Prozent auf 0,50 Prozent. Für die nächs­ten Sitzun­gen kündig­te die EZB weite­re Zinser­hö­hun­gen an.