BAD WALDSEE — Die bundes­wei­te Faire Woche befasst sich in diesem Jahr mit menschen­wür­di­gen Arbeits­be­din­gun­gen und nachhal­ti­gem Wirtschaf­ten in der Textil-Lieferkette.

Trotz einiger positi­ver Entwick­lun­gen gilt die Textil-Liefer­ket­te noch immer als extrem anfäl­lig für Menschen­rechts­ver­let­zun­gen und Umwelt­pro­ble­me. Unbezahl­te Überstun­den, Bezah­lung, die nicht zum Leben reicht und frist­lo­se Kündi­gun­gen sind nur ein Teil der Proble­ma­tik. Schnell wechseln­de Kollek­tio­nen und Modetrends, niedri­ge Preis und Fast Fashion kommen hinzu und erhöhen nicht nur den Druck auf die Näher*innen im globa­len Süden. Inner­halb kürzes­ter Zeit werden immer noch Massen an Kleidung produ­ziert. Neben Maßnah­men zum Klima­schutz, Geschlech­ter­ge­rech­tig­keit und fairen Arbeits­be­din­gun­gen ist der Zugang zu saube­rem Wasser und Sanitär­ein­rich­tun­gen eines der 17 globa­len Nachhaltigkeitsziele.

Wie wir uns kleiden und was wir essen, ist nicht egal. Mit unserem persön­li­chen Lebens­stil bringen wir Werte zum Ausdruck. Immer mehr Menschen achten dabei auf sozia­le und ökolo­gi­sche Kriterien.

Beklei­dung und Mode sind ein wichti­ger Teil der Darstel­lung unseres Lebens­stils, deshalb möchte die Steue­rungs­grup­pe der Fair-Trade- Stadt Bad Waldsee nicht nur auf die meist katastro­pha­len Arbeits­be­din­gun­gen in der Beklei­dungs­in­dus­trie aufmerk­sam machen, sondern auch auf die ökolo­gi­schen Auswir­kun­gen bei der Herstel­lung von Kleidung, vor allem auf den hohen Wasserverbrauch.

Wasser ist ein kostba­res und schüt­zens­wer­tes Gut. Saube­res Wasser ist unerläss­lich für unser aller Überle­ben und längst nicht im Überfluss vorhan­den. Deutsch­land ist eines der wasser­reichs­ten Länder dieser Welt und doch gehören wir auch zu den größten Wasser­im­por­teu­ren. Ein Wider­spruch? Haben Sie schon einmal darüber nachge­dacht wie viele Liter Wasser zur Produk­ti­on einer einzi­gen Jeans benötigt werden? Wieviel Liter in einer Tasse Kaffee stecken? Eine einzi­ge impor­tier­te Tomate bis zur Reife aufsaugt? Haben Sie bemerkt, dass all diese Dinge nicht in Deutsch­land produ­ziert oder angebaut werden? Viele unserer Konsum­gü­ter kommen aus Ländern, die nicht über genügend Wasser in trink­ba­rer Quali­tät verfü­gen. Und doch, gehen wir sorglos mit diesen schein­bar günstig produ­zier­ten Waren um. Schät­zen es sehr, dass Stoffe kaum noch in Europa gefärbt werden und die entste­hen­den Abwäs­ser nicht (mehr) unsere Bäche und Seen verschmut­zen. Aber, wie lange können wir noch so weiter­wirt­schaf­ten, mit diesem kostba­ren Gut, saube­rem Trink­was­ser. Gerade in diesem Sommer war Wasser­knapp­heit nicht nur im globa­len Süden, sondern auch hierzu­lan­de und in ganz Europa ein großes Problem. Bad Waldsee mit seinen beiden idylli­schen Seen und einge­bet­tet in eine wunder­schö­ne üppig, grüne Landschaft mit Wäldern, Bächen und Mooren wirkt wie ein Klein­od umgeben von intak­ter Natur. Hier scheint saube­res Wasser im Überfluss vorhan­den zu sein. Ist das wirklich so? Und wenn ja, wie lange noch? Was kann jeder Einzel­ne tun?

Die Fair-Trade Stadt Bad Waldsee bietet folgen­de Veran­stal­tun­gen zum Thema: Wasser ist wertvoll – weltweit!

Ab dem 16. Septem­ber bis zum Bad Waldseer Nachhal­tig­keits­tag am 08. Oktober können Sie in der Stadt­bü­che­rei während der regulä­ren Öffnungs­zei­ten die inter­ak­ti­ve Ausstel­lung Wasser­wan­del besuchen. Neben einem Rückblick in die Vergan­gen­heit, werden moder­ne Techno