Die Fans sind zurück. In vier von fünf Stadi­en am Samstag­nach­mit­tag werden die Bundes­li­ga-Teams von Zuschau­ern angefeu­ert. Heimsie­ge gibt es aber keine zu bejubeln. In Köln feiert Hoffen­heim die Krama­ric-Show.

Die Berli­ner gewan­nen am Samstag mit 4:1 (2:0) bei Werder Bremen, der Sport-Club setzte sich bei Aufstei­ger VfB Stutt­gart mit 3:2 (2:0) durch. Hoffen­heim gewann dank Dreifach-Torschüt­ze Andrej Krama­ric mit 3:2 (2:1) beim 1. FC Köln, der FCA mit 3:1 (1:0) beim 1. FC Union Berlin.

Eintracht Frank­furt und der zweite Aufstei­ger, Arminia Biele­feld, trenn­ten sich 1:1 (0:0). Die Tabel­len­füh­rung hatte bereits am Freitag Triple-Gewin­ner FC Bayern mit dem 8:0 gegen den FC Schal­ke 04 übernom­men.

Nachdem sich die Länder am vergan­ge­nen Diens­tag auf eine einheit­li­che Teil-Zulas­sung der Zuschau­er bis zu 20 Prozent der Stadi­on­ka­pa­zi­tät geeinigt hatten, durften am Wochen­en­de wieder mehre­re Tausend Besucher in die Stadi­en. «Es ist wunder­schön, es fühlt sich wieder nach richti­gem Fußball an», sagte Werder-Trainer Flori­an Kohfeldt vor dem Anpfiff bei Sky.

Sport­lich verlief der Start für die Bremer denkbar schlecht. Peter Pekarik (42.) und Dodi Lukebakio (45.+2) brach­ten Hertha mit zwei Toren inner­halb weniger Minuten vor 8400 Zuschau­ern komfor­ta­bel in Führung. Matheus Cunha (62.) war nach der Pause erfolg­reich. Der Ex-Hertha­ner Davie Selke (69.) erziel­te das Bremer Anschluss­tor, doch Berlins Neuzu­gang Jhon Cordo­ba (90.) machte alles klar.

Union musste vor rund 4500 Zuschau­ern früh auf Rekord­mann Chris­ti­an Gentner verzich­ten, der in seinem 409. Bundes­li­ga-Spiel (die meisten aller aktiven Profis) in der 25. Minute mit einer Waden­ver­let­zung ausge­wech­selt werden musste. Ruben Vargas (41.) traf noch vor der Pause für Augsburg. Marius Bülter (75.) glich aus, ehe Micha­el Grego­ritsch (82.) Augsburg wieder in Führung brach­te und André Hahn (89.) kurz vor Schluss das dritte FCA-Tor erziel­te.

In Frank­furt durften 6500 Besucher ins Stadi­on. «Endlich ist wieder Leben in der Bude», sagte der Stadi­on­spre­cher. Auf dem Rasen taten sich aber beide Mannschaf­ten lange schwer, Biele­feld ging in der zweiten Halbzeit durch Cebio Soukou (51.) in Führung, André Silva (62.) glich aus.

Aufstei­ger Stutt­gart erwisch­te einen schlech­ten Start, machte das Spiel am Ende aber hochspan­nend. Vor 7123 Zuschau­ern im Baden-Württem­berg-Derby ging Freiburg durch Nils Peter­sen (8.) früh in Führung, Roland Sallai (26.) legte nach, ehe Vincen­zo Grifo (48.) zu Beginn der zweiten Halbzeit für die vermeint­li­che Entschei­dung sorgte. Der einge­wech­sel­te Sasa Kalajdzic (71.) sowie Silas Waman­gi­tu­ka (81.) trafen dann aber noch für den VfB.

In Köln blieben die Ränge leer, die Stadt hatte die Erlaub­nis für bis zu 9200 Fans am Freitag wegen steigen­der Corona-Zahlen kurzfris­tig zurück­ge­zo­gen. Der überra­gen­de Krama­ric (4., 45.+3/Foulelfmeter und 90.) traf für die TSG. Der Kölner Neuzu­gang Sebas­ti­an Anders­son (22.) und Dominick Drexler (86.) erziel­ten zweimal den zwischen­zeit­li­chen Ausgleich.