NEUHAUSEN OB ECK (dpa/lsw) — Zweimal hat die Pande­mie dem Souths­ide einen Strich durch die Rechnung gemacht. Jetzt kehrt das Musik­fes­ti­val mit zuletzt 60.000 Besuche­rin­nen und Besuchern zurück nach Oberschwa­ben — ohne Corona-Einschrän­kun­gen. Das Gesund­heits­amt rät zur Vorsicht.

Nach zwei Jahren Zwangs­pau­se kehrt das Musik­fes­ti­val «Souths­ide» zurück nach Oberschwa­ben. Die Karten für die Veran­stal­tung vom 17. bis 19. Juni in Neuhau­sen ob Eck (Landkreis Tuttlin­gen) seien schon seit einigen Wochen ausver­kauft, sagte ein Sprecher des Veran­stal­ters FKP Scorpio. «Die meisten haben ihr Ticket aus den vergan­ge­nen Jahren einfach behal­ten.» Im Jahr 2019 hatten noch rund 60.000 Menschen das Festi­val besucht, in den beiden Jahren danach fiel das «Souths­ide» zweimal der Corona-Pande­mie zum Opfer.

Neben vielen Fans kommen auch zahlrei­che Künst­ler wieder zum Festi­val, die schon im Jahr 2020 dabei sein wollten, wie der Sprecher des Veran­stal­ters sagte. Nur fünf Gruppen aus dem damals geplan­ten Line-up hätten ihre Auftrit­te in diesem Jahr abgesagt, darun­ter die schot­ti­sche Elektro­pop-Band Chvrches. Neu mit dabei seien dafür zwölf Künst­ler, unter anderen der briti­sche Sänger Tom Gregory.

Dass die Besuche­rin­nen und Besucher nach zwei Jahren ohne große Festi­vals erstmal eine Einge­wöh­nungs­zeit brauchen, glauben die Veran­stal­ter nicht. Auch die Polizei geht nach der Zwangs­pau­se nicht von erhöh­tem Arbeits­auf­wand aus. «Das Souths­ide war immer ein sehr, sehr fried­li­ches Festi­val», sagte ein Polizei­spre­cher. «Davon gehen wir auch in diesem Jahr wieder aus.» Ein Großteil der gemel­de­ten Straf­ta­ten seien norma­ler­wei­se Diebstäh­le aus Zelten. «Da waren aber auch immer viele Sachen dabei, die am Ende im Fundbü­ro gelan­det waren.»

Corona-Einschrän­kun­gen soll es bei dem Festi­val nach Angaben der Veran­stal­ter nicht mehr geben. «Es wird ein ganz norma­les Souths­ide-Festi­val sein», sagte der Sprecher von FKP Scorpio.

Wegen der Gefahr, sich mit Corona zu infizie­ren, empfeh­le das Gesund­heits­amt des Landkrei­ses Tuttlin­gen aber «zumin­dest nach Ende der Veran­stal­tung einen Schnell­test oder Selbst­test durch­zu­füh­ren», sagte eine Spreche­rin des Landrats­am­tes. Zudem sollten die Souths­ide-Besucher auf häufi­ges Hände­wa­schen achten, das habe schon vor Corona bei der Vermei­dung von Infek­ti­ons­krank­hei­ten geholfen.