PARIS (dpa) — Deutsch­land und Frank­reich unter­stüt­zen sich in Zeiten der Energie­kri­se gegen­sei­tig. Deutsch­land erhält ab sofort Gaslie­fe­run­gen aus Frank­reich, im Gegen­zug gibt es Strom für den Nachbarn.

Frank­reich hat in der Energie­kri­se mit der Liefe­rung von Erdgas an Deutsch­land begon­nen. Seit Donners­tag fließe Gas über die einzi­ge Verbin­dungs­stel­le zwischen beiden Ländern bei Nieder­gail­bach im Saarland, teilte der Netzbe­trei­ber GRTGaz in Paris mit.

«In einer neuar­ti­gen Energie­si­tua­ti­on, die mit dem Krieg in der Ukrai­ne zusam­men­hängt, ist Frank­reich mit seinem deutschen Nachbarn solida­risch, indem es ihm direkt Gas liefert.» Zunächst fließen 31 Gigawatt­stun­den täglich über die Grenze, die maxima­le Kapazi­tät liegt nach GRTGaz-Angaben bei 100 Gigawatt­stun­den pro Tag