Die Austra­lie­rin Chloe McCar­del hat einen wichti­gen Männer-Rekord im Schwim­men gebro­chen, aber ihre Motiva­ti­on ist nicht nur sport­lich. Sie will auf Missstän­de aufmerk­sam machen.

Sie brach damit den Männer-Rekord des Briten Kevin Murphy, der die Meerenge 34 Mal schwim­mend durch­quert hat. Für die knapp 34 Kilome­ter lange Strecke brauch­te sie zehn Stunden und 40 Minuten.

Vom Rekord der Frauen ist sie jedoch noch weit entfernt. Den hält die inzwi­schen 56 Jahre alte Britin Alison Stree­ter mit 43 Durch­que­run­gen. Daran wird sich wohl auch so schnell nichts ändern, denn McCar­del hat nach vier Durch­que­run­gen inner­halb von nur 16 Tagen fürs Erste genug. «Ich glaube nicht, dass ich in der nächs­ten Zeit durch den Ärmel­ka­nal schwim­men will», sagte sie der briti­schen Nachrich­ten­agen­tur PA.

Den Erfolg will sie nun mit ihrem Team in England feiern. In häusli­che Quaran­tä­ne muss die Sport­le­rin nach eigenen Angaben nicht, obwohl sie kurz in Frank­reich an Land gegan­gen ist. Die Regie­rung in London hatte am Freitag angekün­digt, dass Reisen­de aus Frank­reich, den Nieder­lan­den und weite­ren Ländern von Samstag an wieder eine 14-tägige Quaran­tä­ne­pflicht einhal­ten müssen.

McCar­del will die media­le Aufmerk­sam­keit für ihre sport­li­che Leistung nutzen, um häusli­che Gewalt gegen Frauen anzupran­gern. «Ich bin stolz darauf, eine Stimme für dieje­ni­gen sein zu können, die keine haben», so die Austra­li­ern.