FRIEDRICHSHAFEN Am Montag­abend hat der VfB Fried­richs­ha­fen den Sprung an die Spitze der Volley­ball Bundes­li­ga geschafft. Das Team von Cheftrai­ner Micha­el Warm gewann pflicht­ge­mäß mit 3:0 (25:20, 25:19, 25:16) gegen den VCO Berlin. Dabei gab Warm seinen etablier­ten Kräften eine Verschnauf­pau­se und setzte vor allem auf die „jungen Wilden“ im Team.

Mit sechs der Spieler auf Seiten des VCO Berlin stand VfB-Außen­an­grei­fer Ben-Simon Bonin vergan­ge­nes Jahr noch bei den Volley Young­Stars auf dem Feld. Am Montag­abend trafen sich die „jungen Wilden“ dann zum ersten Mal durch ein Netz getrennt. Vielleicht auch deshalb verschaff­te VfB-Cheftrai­ner Micha­el Warm Bonin seinen ersten Start­ein­satz bei den Profis. Und der 17-Jähri­ge bekam auch gleich das erste Zuspiel von Joe Worsley, das er prompt verwan­del­te (1:1). Auf der anderen Seite war es vor allem Jannik Brentel, der sein Team in der Spur und sogar in Führung hielt (5:7) — auch weil der VfB Aufschlag­feh­ler um Aufschlag­feh­ler servierte.

Darum mussten die Mittel­blo­cker ihre Akzen­te setzen. Arno van de Velde kam immer wieder durch (6:7, 8:8) und David Fiel punkte­te sowohl im Angriff als auch im Block (10:10,11:11). Nach einer Punkt­se­rie des stark aufspie­len­den Rares Balean waren die Häfler dann erstmals in Front (15:13). Die Berli­ner Nachwuchs­trup­pe verkauf­te sich teuer, auch weil Julian Hoyer einen guten Tag erwisch­te (19:16). Aber schluss­end­lich gingen dann doch zu viele Angrif­fe daneben, oder Libero Avery Aylsworth konnte vertei­di­gen. David Fiel hämmer­te schließ­lich den Satzball ins Feld (25:20).

Neun Aufschlag­feh­ler waren es bis hierhin, ehe Linus Weber mit einem Ass einen positi­ven Punkt in dieser Statis­tik machte (5:4). Als Weber und van de Velde dann noch zwei Mal den Block zumach­ten, war der Rekord­meis­ter schon wieder enteilt (9:7, 10:7). Auch Ben-Simon Bonin teilte sich mit van de Velde noch einen Zähler gegen den VCO-Angriff (22:15). E