BERLIN (dpa) — Vor der Corona-Pande­mie began­nen Grippe­wel­len meist nach dem Jahres­wech­sel. Mit Masken­tra­gen etwa kam die Verbrei­tung von Influ­en­za dann lange zum Erlie­gen. Das scheint sich wieder zu ändern.

Zwei Saisons blieb die Grippe­wel­le in Deutsch­land weitge­hend aus — seit einigen Wochen aber und damit vergleichs­wei­se früh werden nun recht hohe Fallzah­len gemeldet.

Nach Defini­ti­on des Robert Koch-Insti­tuts (RKI) habe die Grippe­wel­le in der Woche bis 30. Oktober begon­nen, geht aus dem wöchent­li­chen Bericht zu akuten Atemwegs­er­kran­kun­gen vom Mittwoch­abend hervor.

Maßgeb­lich für die Einschät­zung sind Ergeb­nis­se aus einem Überwa­chungs­sys­tem, bei dem Proben von Menschen mit akuten Atemwegs­er­kran­kun­gen unter­sucht werden. Routi­ne­mä­ßig wird dabei nach verschie­de­nen Erregern geschaut, etwa Rhino­vi­ren, Sars-CoV‑2 und Influ­en­za. Die Defini­ti­on für den Beginn der Welle erklärt das RKI so: «Stark verein­facht kann man sagen: Wenn in jeder fünften Patien­ten­pro­be t