AMSTERDAM/FRANKFURT (dpa) — Gas wird noch teurer. Grund ist wohl die Unter­bre­chung der russi­schen Liefe­run­gen nach Europa durch die Pipeline Nord Stream 1. Auch danach soll nur eine reduzier­te Menge fließen.

Der Gaspreis in Europa hat seinen Höhen­flug zu Beginn der Woche fortge­setzt. Nachdem der für den europäi­schen Gashan­del richtungs­wei­sen­de Termin­kon­trakt TTF an der Energie­bör­se in Amster­dam bereits in der vergan­ge­nen Woche deutlich gestie­gen war, hat er am Montag den Höhen­flug beschleu­nigt. Am Morgen stieg der Preis um mehr als 13 Prozent auf fast 276 Euro je Megawattstunde.

In der vergan­ge­nen Woche war Erdgas in der Spitze bei knapp 251 Euro gehan­delt worden. Nur in der Zeit unmit­tel­bar nach dem Ausbruch des Krieges in der Ukrai­ne war der Preis für das in Europa gehan­del­te Erdgas für kurze Zeit höher und hatte Anfang März einen Spitzen­wert über 300 Euro erreicht.

Am Markt wurde der neue Höhen­flug beim Gaspreis mit einer neuer­li­chen Unter­bre­chung der russi­schen Gaslie­fe­run­gen nach Europa durch die Pipeline Nord Stream 1 erklärt. Russland hatte am Freitag angekün­digt, Gaslie­fe­run­gen über die Ostseepipe­line Nord Stream 1 Ende August für drei Tage zu unterbrechen.

Vom 31. August bis zum 2. Septem­ber werde wegen Wartungs­ar­bei­ten kein Gas fließen, teilte der Staats­kon­zern Gazprom mit.

Nach den Wartungs­ar­bei­ten sollen den russi­schen Angaben zufol­ge täglich wieder 33 Millio­nen Kubik­me­ter Erdgas gelie­fert werden. Das entspricht den 20 Prozent der tägli­chen Maximal­leis­tung, auf die Russland die Liefe­rung schon vor einigen Wochen verrin­gert hat.