SIGMARINGEN (dpa/lsw) — Weil er eine nicht angemel­de­te Demons­tra­ti­on von Gegnern der Corona-Politik nahe dem Haus von Minis­ter­prä­si­dent Winfried Kretsch­mann (Grüne) angeführt haben soll, ist ein 52-Jähri­ger zu einer Geldstra­fe von 30.000 Euro verur­teilt worden. Nach Auffas­sung der Richte­rin war der Mann der Leiter der Versamm­lung, sagte ein Sprecher des Amtsge­richts Sigma­rin­gen am Montag. Der Mann sei daher zu einer Strafe von 120 Tages­sät­zen zu je 250 Euro verur­teilt worden.

Der 52-Jähri­ge würde damit als vorbe­straft gelten. Das Urteil ist aber noch nicht rechts­kräf­tig. Der Vertei­di­ger des Mannes kündig­te noch im Gerichts­saal an, Berufung einzulegen.

Bei der Demons­tra­ti­on Mitte Febru­ar hatten Polizei­an­ga­ben zufol­ge rund 60 Menschen versucht, zu Kretsch­manns Wohnhaus vorzu­drin­gen. Der Grünen-Politi­ker beton­te wenige Tage später, solche Demons­tra­tio­nen überschrit­ten «sofort eine rote Linie». Das Landrats­amt Sigma­rin­gen verbot später Aufzü­ge, sogenann­te Spazier­gän­ge und Kundge­bun­gen in den Straßen um das Haus des