FRIEDRICHSHAFEN — Schlag­zei­le vom 23. Oktober 2020, auch in der Stutt­gar­ter Zeitung: „Sieben­jäh­ri­ger wird in der Ailin­ger Straße von Auto erfasst und überrollt“. Und weiter ist zu lesen, „Mit schwe­ren Verlet­zun­gen musste ein sieben­jäh­ri­ger Junge nach einem Unfall… ins Kranken­haus gebracht werden. Nach Polizei­an­ga­ben wurde das Kind von einem Auto erfasst, als es an einer Fußgän­ger­am­pel die mehrspu­ri­ge Straße überquer­te…“. Wie so oft geht es in den Artikeln anschlie­ßend nur um den Unfall­ver­ur­sa­cher. Und wie geht es dem Kind, das in akuter Lebens­ge­fahr schwebte?

Gut, einfach gut. Welch‘ Glück könnte man sagen. Jedoch Glück allei­ne hätte in Shijars Fall nicht genügt. Die fachli­che Kompe­tenz, Erfah­rung und sofor­ti­ge Verfüg­bar­keit des medizi­ni­schen Perso­nals und die im Klini­kum vorhan­de­nen Infra­struk­tur waren seinem Fall lebens­ret­tend. Und davon überzeug­ten sich kurz vor Weihnach­ten all jene, die sich um Shijar, der am 1. Januar seinen achten Geburts­tag feiern wird, nach dem Unfall kümmerten.

Rückblen­de: Der Anästhe­sist Magnus Dötsch kommt mit dem Notarzt-Einsatz­fahr­zeug zum Unfall­ort und rettet Shijar, der in akuter Lebens­ge­fahr schwebt. Ein Rettungs­wa­gen bringt ihn ins Klini­kum Fried­richs­ha­fen. Dort warten bereits ein Unfall­chir­urg, Anästhe­sist, Inten­siv­me­di­zi­ner, Radio­lo­ge und  Anästhe­sie-Fachkran­ken­pfle­ger auf den jungen Patien­ten. Dr. Oliver Staneff, Oberarzt der Klinik für Unfall­chir­ur­gie, erinnert sich, dass Shijar in einem sehr bedenk­li­chen lebens­be­droh­li­chen Zustand war. Lunge, Leber und Milz waren beein­träch­tigt, die Rippen in Serien gebro­chen ebenso der Becken­ring und dann waren da auch noch die äußeren Verlet­zun­gen an Becken, Gesicht und Kopf. Reinhard Stadler, an diesem Tag dienst­ha­ben­der Anästhe­sist erklärt: „Beson­ders in einer solchen S