Der Grünen-Politi­ker wollte die Familie seines Sohnes besuchen, der mit zwei Kindern in Frank­furt lebt. Der Minis­ter sagte dem Blatt: «Ja, es stimmt, ich bin zu schnell gefah­ren und angehal­ten worden». Er fügte hinzu: «Das ist natür­lich kein Kavaliers­de­likt, wenn man so deutlich über der vorge­schrie­be­nen Geschwin­dig­keit unter­wegs ist, wie ich es war.» Auch der Wunsch, rasch seine Familie zu sehen, recht­fer­ti­ge das Rasen nicht. «Es hätte mir einfach nicht passie­ren dürfen», beton­te Unter­stel­ler in der «Bild»-Zeitung. Die Konse­quen­zen würden ihm eine Lehre sein. Er erhält vier Wochen Fahrver­bot, zwei Punkte in Flens­burg und muss ein Bußgeld von 240 Euro zahlen.

Der Chef der FDP im Landtag, Hans-Ulrich Rülke, sagte: «Peinlich, dass ausge­rech­net der grüne Umwelt­mi­nis­ter auf der Autobahn beim Rasen mit deutli­cher Geschwin­dig­keits­über­schrei­tung von 57 km/h erwischt wurde.»

Der alter­na­ti­ve Verkehrs­club VCD beton­te, wer als Führungs­per­son für einen Umstieg auf öffent­li­che Verkehrs­mit­tel werbe, müsse als Vorbild voran­ge­hen. «Man hat eine gewis­se Verant­wor­tung, das auch zu leben, wofür man eintritt», sagte VCD-Landes­chef Matthi­as Lieb.