Das Multi­ta­lent lockte tausen­de Fans in die Berli­ner Waldbüh­ne. Aller­dings gab es nur maximal 6000 Plätze wegen der Abstands­re­geln während der Pande­mie.

«Ich muss sagen, auch uns hat die Corona-Geschich­te sehr betrof­fen. Und deswe­gen sind wir hier», sagte der 65-Jähri­ge. Er hatte nur zwei weite­re Musiker dabei: seinen zehnjäh­ri­gen Sohn am Schlag­zeug, den er als «Charlie the Flash» vorstell­te, und den Blues-Gitar­ris­ten Henrik Freisch­la­der.

Der einein­halb­stün­di­ge Auftritt gehör­te zur Reihe «Back to live», bei der es in der Waldbüh­ne seit Donners­tag die ersten Konzer­te seit dem Lockdown gibt. Wegen stren­ger Corona-Regeln dürfen maximal 6000 der 22.000 Plätze besetzt sein. «Ein paar Stühle sind frei geblie­ben. Das bringt die Natur mit sich — das ist wegen diesem Corona», sagte Schnei­der. Er hatte vorher gesagt, dass er sich auf die anste­hen­den Konzer­te mit wenig Publi­kum freue, weil er wie in seiner Anfangs­zeit nun besser mit den Fans inter­agie­ren könne. Tatsäch­lich hatte das Konzert eine Art Wohnzim­mer-Atmosphä­re.

«Ich freu mich vor allem darüber, dass die Leute, die hier sind, da sind; dass sie sich hierher getraut haben trotz Corona», sagte der Musiker auf der Bühne. Gut gelaunt präsen­tier­te das Multi­ta­lent — mit Perücke, Sonnen­bril­le und Karo-Sakko — vor allem Songs aus seinem Album «Mama», das er nach dem Corona-Lockdown allei­ne zu Hause einge­spielt hat.

«Ich wollte nicht mit alten Liedern kommen, aber wenn Ihr wollt, kann ich auch «Katze­klo» spielen», sagte Schnei­der nach einein­halb Stunden. Doch das Publi­kum wünsch­te sich den «Meisen­mann».