Im Textil­han­del sei in den ersten sieben Monaten des Jahres im Schnitt 30 Prozent weniger Umsatz gemacht worden, weil unter anderem wegen der Corona-Pande­mie Hochzei­ten wegfal­len und somit Anläs­se, sich zum Beispiel einen Anzug zu kaufen. «Das Homeof­fice verstärkt den Effekt», sagte Hagmann. Auch Juwelie­re und die Beauty-Branche seien gefähr­det. «Es gibt kein Weindorf, keine Feste, keine Konfir­ma­ti­on, keine Bälle. Und damit fehlt die Basis für Lustkäu­fe. Aber gerade diese Sparten leben und profi­tie­ren vom Impuls­kauf.»

Der Handel sorge sich vor allem um das Jahres­en­de. «Vor Weihnach­ten haben wir einen Riesen­re­spekt, weil wir nicht wissen, was passiert», sagte Hagmann. «Wir können unsere Kunden gerade nicht einschät­zen. Wir können nur hoffen und bitten, dass sie in die Innen­städ­te kommen und auch dort einkau­fen und nicht nur im Netz, und dort eventu­ell nur bei inter­na­tio­na­len Anbie­tern.»